M01 - Lernen im permanenten Wildwasser

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M01 - Lernen im permanenten Wildwasser により Mind Map: M01 - Lernen im permanenten Wildwasser

1. Vaill

1.1. VAILLS Definition von Lernen: „Veränderungen, die eine Person in sich hervorruft, die - das Know- why und/oder - das Know-what und/oder - das Know-how verbessern, das sie im Hinblick auf ein bestimmtes Thema besitzt“

2. Erfahrungsgeleitet-subjektivierendes Handel/Arbeiten/Lernen

2.1. Prinzipien

2.1.1. 1. Erfahrung geht immer von der Praxis aus

2.1.1.1. Lernen im praktischen Tun. Wissen wird über praktisches Handeln erworben. Bei diesem Handeln werden Wahrnehmung mit allen Sinnen, assoziatives Denken und dialogisch-exploratives Handeln gezielt angeregt und gefördert. Denn: Erfahrung ist nicht lehrbar, aber lernbar.

2.1.2. 2. Erfahrung-Machen ist Ausgangspunkt, Methode und Ziel erfahrungsgeleiteten Lernens

2.1.2.1. Der Erfahrungserwerb geschieht vor allem durch achtsame Wahrnehmung und erkundendes Lernen und geht vom Konkreten zur daraus gewonnenen Verallgemeinerung.

2.1.3. 3. Unwägbarkeiten erzeugen Lernerfahrungen

2.1.3.1. Erst Unwägbarkeiten generieren Erfahrungs-Lern- Möglichkeiten. Daher muss ein Mindestmaß an experimentellem Handeln möglich, eine Kultur der Fehlerfreundlichkeit entwickelt werden. Erfahrungsgeleitetes Lernen ist ein Lernen unter und für Unsicherheitsbedingungen (offene Situationen)

2.1.4. 4. Erfahrungsgewinn entsteht aus der Bearbeitung bzw. Reflexion des Erlebten.

2.1.4.1. Neben kognitiv-verbalen spielen hier auch assoziativ-bildhafte Denkdimensionen eine Rolle.

2.1.4.2. Methoden zur Reflexion bzw. Erfahrungsauswertung

2.1.4.2.1. Lerntagebuch

2.1.4.2.2. Auswertungsgespräche

2.1.4.2.3. Vertiefende Workshops

2.1.4.2.4. "Geschichtswerkstatt"

2.1.5. 5. Erfahrungsgeleitetes Lernen bedeutet, sich zwischen dem objektivierenden und dem erfahrungsgeleitet-subjektivierenden Modus des Erfahrungslernens aufgaben- und situationsbezogen "oszillierend" hin- und herbewegen zu können

2.1.5.1. Erfahrungsgeleitetes Lernen hat zum Ziel, zwischen dem objektivierenden und subjektivierenden Handlungsmodus situationsadäquat balancieren zu können. Beide Handlungsmodi sind gleichberechtigt, das Gefühl und Gespür für eine Sache oder Situation sind ebenso wichtig wie das Wissen darüber.

2.2. Prozess

2.3. Veränderungen im Selbsverständnis

2.3.1. Systematik

2.3.1.1. Erfahrungssystematik statt Fachsystematik Die veränderte Ausbildung beruht auf der Abkehr von der Fachsystematik zugunsten der Erfahrungssystematik. Wissensinhalte werden dann gelernt, wenn der individuelle Erarbeitungsweg dies nahe legt.

2.3.2. Lehrende

2.3.2.1. Hauptamtliche Ausbilder

2.3.2.1.1. Vom Lehrenden zum Lernbegleiter

2.3.2.1.2. „Auszubildende sollen möglichst viel selbst und auf ihre eigene Weise herausfinden“.

2.3.2.1.3. „Klassische“ Inputs von Seiten der haupt-amtlichen Ausbilderfinden selten statt, fachliche Vertiefungen fließen vorwiegend in Gesprächs- form in den Lernprozess ein.

2.3.2.2. Betriebliche Ausbilder

2.3.2.2.1. Vom Anleiter zum Ermöglicher

2.3.2.2.2. Sie fordern zu eigener Aktivität der Lerner auf, übertragen diesen mehr Verantwortung und fördern die Eigeninitiative der Auszubildenden.

2.3.2.2.3. Ebenso beziehen sie die Auszubildenden in ihre Überlegungen ein und lassen sich von ihnen eigene Vorschläge und Ideen unterbreiten.

2.3.3. Lernende

2.3.3.1. Vom passiven Konsumenten zum aktiven Gestalter

2.3.3.2. entwickeln Eigenverantwortlichkeit für ihren Lernweg

2.3.3.3. Erkennen eigenen Wissenslücken und Handlungsschwächen selbst und arbeiten gezielt an deren Behebung (Lerntagebuch)

2.4. Formen der Lernbegleitung zur Unterstützung des Lernprozesses

2.4.1. schriftliche Materialien

2.4.1.1. Lerntagebuch

2.4.1.2. turnusmäßig m. Ausbildungsleiter

2.4.2. Nachfragen

2.4.2.1. um eigenständiges Überlegen zu fördern

2.4.2.2. eigene Lösungsvorschläge laut denken lassen

2.4.3. Auswertung von Arbeitsaufgaben u. Lernprozess

2.4.3.1. täglich

2.5. Beispiel

3. Strukturwandel

3.1. Herausbildung von Käufermärkten mit entsprechenden Anforderungen an betriebliche Flexibilität und Kundenorientierung

3.2. Durchdringung aller Arbeitsprozesse mit IuK-Techniken

3.3. Steigende Innovationsgeschwindigkeiten in allen Branchen

3.4. Neue, radikal wertschöpfungsorientierte Formen der Betriebs- und Arbeitsorganisation (z.B. „Lean Management“)

3.5. Metapher -> permanentes Wildwasser (nach P. Vaill)

3.5.1. immer wieder „Überraschungen“

3.5.2. ständig „neuartige Probleme“

3.5.3. „chaotisch“ mit „unscharfe Konturen“

3.5.4. sehr „kostspielig“

3.5.5. treten nicht selten „wiederholt auf"