Teil 1: Die Ausgangslage

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Teil 1: Die Ausgangslage により Mind Map: Teil 1: Die Ausgangslage

1. Hypothese: Die Mietkosten steigen drastisch!

1.1. Bei Neuvermietungen in Berlin, Hamburg und München verlangen Vermieter 30 bis 40% mehr als vom Vormieter

1.1.1. In den besonders beliebten Berliner Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain-Kreuzberg beispielsweise: Hier liegen die Angebotsmieten teilweise bei bis 14 euro, in Spitzenlagen werden sogar bis zu 20 Euro angeboten

1.1.1.1. Sind die Spitzenpreise für Neuvermietungen in Berlin und Hamburg repräsentativ für den deutschen Wohnungsmarkt?

1.1.1.1.1. Vom starken Anstieg der Mieten ist nur ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung betroffen

1.2. Der Wohnkostenanteil am verfügbaren Einkommen wird immer größer!

1.2.1. Der Wohnkostenanteil am verfügbaren Einkommen in Berlin ist 27,4 Prozent, in München 28,6 Prozent (Quelle: CBRE)

1.2.1.1. Ist der Wohnkostenanteil in den vergangenen Jahren gestiegen?

1.2.1.1.1. offene Frage!

1.2.1.2. Sind 27,4 Prozent des Einkommens, die für Miete ausgegeben werden, bereits problematisch?

1.2.1.2.1. Behauptung: "Die Belastungen durch die Miete haben in Deutschland bereits eine problematische Dimension erreicht"

1.2.2. Selbst wenn der Wohnkostenanteil steigt: Dies kann ebenso gut ein Resultat steigender Anforderungen sein (Luxusbad + Kaminofen). Es muss nicht heißen, dass für das gleiche Gut "Wohnen" (in gleicher Qualität) immer mehr ausgeben wird

2. Was sind die Ursachen des Mietanstieges?

2.1. Die Nachfrage nach Mietwohnungen in den Ballungsgebieten nimmt zu. Es drohen Engpässe

2.1.1. & (1+2)

2.1.1.1. (1) Der Bedarf an Wohnfläche pro Person nimmt zu

2.1.1.1.1. Warum?

2.1.1.1.2. Wenn dieser Treiber für sich genommen verantwortlich wäre für die Mietpreis-Explosion, dann müssten die Folgen in allen Großstädten mit ähnlicher demografischer Struktur die gleichen sein. Tatsächlich jedoch sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren (inflationsbereinigt) vor allem in Berlin, Hamburg und München stark gestiegen - während sie in Köln und Hannover sogar gefallen sind

2.1.1.2. (2 Das Angebot an Wohnraum wächst nicht in gleichem Maße wie die Nachfrage

2.1.1.2.1. Ramsauer: Die Entwicklungen gibt keinen Anlass zur "Dramatisierung oder Pauschalisierung". Künftig würden 250.000 neue Wohnungen und Eigenheime pro Jahr entstehen. Damit zeichne sich eine "Trendwende" ab

2.1.1.2.2. s.o.: Wenn dieser Treiber für sich genommen verantwortlich wäre für die Mietpreis-Explosion, dann müssten die Folgen in allen Großstädten mit ähnlicher demografischer Struktur die gleichen sein. Tatsächlich jedoch sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren (inflationsbereinigt) vor allem in Berlin, Hamburg und München stark gestiegen - während sie in Köln und Hannover sogar gefallen sind (...)

2.1.2. Immer weniger Wohnungen mit gebundenem Mietpreis (Sozialwohnungen) sind auf dem Markt

2.1.2.1. Seit 2002 hat sich der Bestand an Sozialwohnungen um fast 38% verringert (Bodelschwing 2013: 3)

2.1.2.2. Warum?

2.1.2.2.1. Der Neubau von Wohnungen im unteren bis mittleren Preissegment ist derzeit wirtschaftlich unattraktiv

2.1.2.3. s.o.: Wenn dieser Treiber für sich genommen verantwortlich wäre für die Mietpreis-Explosion, dann müssten die Folgen in allen Großstädten mit ähnlicher demografischer Struktur die gleichen sein. Tatsächlich jedoch sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren (inflationsbereinigt) vor allem in Berlin, Hamburg und München stark gestiegen - während sie in Köln und Hannover sogar gefallen sind (...)

2.1.3. 50% der Gesamtbevölkerung leben in Regionen mit steigenden Bevölkerungszahlen (Bodelschwing 2013)

2.1.3.1. s.o.: Wenn dieser Treiber für sich genommen verantwortlich wäre für die Mietpreis-Explosion, dann müssten die Folgen in allen Großstädten mit ähnlicher demografischer Struktur die gleichen sein. Tatsächlich jedoch sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren (inflationsbereinigt) vor allem in Berlin, Hamburg und München stark gestiegen - während sie in Köln und Hannover sogar gefallen sind (...)

2.1.4. Die Nachfrage konzentriert sich auf bestimmte Stadtteile. Hier entstehen Engpässe

2.2. Einflussnahme renditeorientierter Finanzinvestoren auf den Wohnungsmarkt

2.2.1. s.o.: Wenn dieser Treiber für sich genommen verantwortlich wäre für die Mietpreis-Explosion, dann müssten die Folgen in allen Großstädten mit ähnlicher demografischer Struktur die gleichen sein. Tatsächlich jedoch sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren (inflationsbereinigt) vor allem in Berlin, Hamburg und München stark gestiegen - während sie in Köln und Hannover sogar gefallen sind (...)

2.3. Kosten der energetischen Sanierung (die notwendig zur Erreichung der Klimaziele ist) führt zu einer Erhöhung der Mieten

2.3.1. In einer empirischen Studie aus dem Jahr 2010 kam die Deutsche Energieagentur Dena auf eine durchschnittliche Mieterhöhung von 1,73 Euro pro Quadratmeter. Der Deutsche Mieterbund befürchtet sogar eine Mieterhöhung nach energetischer Sanierung von durchschnittlich 2,75 Euro pro Quadratmeter – Kosten, die sanierungsbedingte Energie-Einsparungen nur zu einem kleineren Teil wieder ausgeglichen werden

2.4. Steigende Energiepreise führen zu einer Erhöhung der Warmmieten

2.4.1.  So  sind  nach  einem aktuellen  „Wohngeld-  und  Mietenbericht  2010“  die  warmen  Betriebskosten  von  2007  bis  2010  um  jährlich  3,3  Prozent  gestiegen (Bundesregierung 2011)

2.4.2. Zwischen 2001 und 2011 sind die Energiepreise jährlich um 4,9 Prozent gestiegen! (Bundesregierung 2012:20)

2.4.3. Der Hamburger Energie-Analyst Steffen Bukold rechnet bis 2020 mit einem Anstieg der Heizölpreise um rund 50 Prozent

2.4.4. Die Internationale Energieagentur IEA erwartet für die nähere Zukunft leicht fallende Ölpreise

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