Ein Schüler – nennen wir ihn Tim – der Oberstufe der Berufsfachschule ist frustriert. Er ist mit ...

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Ein Schüler – nennen wir ihn Tim – der Oberstufe der Berufsfachschule ist frustriert. Er ist mit seinen bisherigen Noten im Fach „Gesellschaftslehre mit Geschichte“ mehr als unzufrieden. „Immer nur die Note „befriedigend““, sagt Tim zerknirscht. Tims Lernmotivation ist hoch. In den Anfangsphasen äußert er regelmäßig originelle und gute Ideen. Bei der Erstellung von Präsentationen übernimmt Tim gerne die kreative Verantwortung und stellt die herausgearbeiteten Ergebnisse der Gruppe vor. Allerdings sind seine eigenen Arbeitsergebnisse – mündlich und schriftlich – selten von überzeugender inhaltlicher Qualität geprägt. „Ich finde das Thema ja interessant, aber ich versteh die Texte überhaupt nicht“, äußert sich Tim. により Mind Map: Ein Schüler – nennen wir ihn Tim – der Oberstufe der Berufsfachschule ist frustriert. Er ist mit seinen bisherigen Noten im Fach „Gesellschaftslehre mit Geschichte“ mehr als unzufrieden. „Immer nur die Note „befriedigend““, sagt Tim zerknirscht.  Tims Lernmotivation ist hoch. In den Anfangsphasen äußert er regelmäßig originelle und gute Ideen. Bei der Erstellung von Präsentationen übernimmt Tim gerne die kreative Verantwortung und stellt die herausgearbeiteten Ergebnisse der Gruppe vor.  Allerdings sind seine eigenen Arbeitsergebnisse – mündlich und schriftlich – selten von überzeugender inhaltlicher Qualität geprägt. „Ich finde das Thema ja interessant, aber ich versteh die Texte überhaupt nicht“, äußert sich Tim.

1. Handlungsfeld U

1.1. Lehr- und Lernausgangslagen wahrnehmen, Potenziale erkennen, diagnostisch erfassen und bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen berücksichtigen

1.1.1. Literatur:

1.1.1.1. Korossy, Klaus (2018): Unterrichtshospitation. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 12-33.

1.1.1.2. Scholz, Ingvelde (2018): Diagnose und Förderung. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 304-321.

1.1.1.3. Reich, Kersten (2006): Konstruktivistische Didaktik. Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Weinheim und Basel, 2006: Beltz Verlag.

1.1.2. Beratungssituation/Konzept

1.1.2.1. Die Beratungssituation greift durch die richtige Strategievermittlung entsprechend die Lehr- und Lernausgangslagen des Schülers auf. Die Auswahl der Strategien muss sich nach dieser Ausgangslage richten. Gleichzeitig muss die Lehrkraft selbst die Problematik des Schülers erfassen, um eine objektive Rückmeldung geben zu können.

1.2. Lernprozesse fach- und sachgerecht, motivierend, herausfordernd, sprach-bildend und kognitiv aktivierend planen und gestalten

1.2.1. Literatur

1.2.1.1. Reich, Kersten (2006): Konstruktivistische Didaktik. Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Weinheim und Basel, 2006: Beltz Verlag.

1.2.1.2. Bovet, Gislinde (2018a): Lernmotivation. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 280-301.

1.2.2. Beratungssituation/Konzept

1.2.2.1. Die Beratungssituation ist durch Optimismus geprägt und soll den Lernenden motivieren, auch wenn es freiwillig ist, den entsprechenden Lernprozess einzugehen. Die Strategievermittlung muss dabei an bestehende Konstruktionen anknüpfen.

1.2.2.1.1. Grundsätzlich gilt: Zurückhaltung mit Kritik. Der Schüler trägt keine Schuld! Allein das Aufsuchen einer Beratungssituation zeugt von Lerneifer und Lernmotivation. So viel Optimismus und Ermutigung wie nur möglich zeigen. Hierdurch wird Kraft für die anstehende Problembewältigung freigesetzt.

1.3. Selbstbestimmtes Lernen und Arbeiten durch die Vermittlung geeigneter Strategien fördern

1.3.1. Literatur

1.3.1.1. Bovet, Gislinde (2018b): Wissenserwerb und Problemlösen. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 205-237.

1.3.1.2. Reich, Kersten (2006): Konstruktivistische Didaktik. Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Weinheim und Basel, 2006: Beltz Verlag.

1.3.2. Beratungskonzept/Situation

1.3.2.1. Das Beratungskonzept bzw. die Situation zielt darauf ab, dass entsprechende Strategien zur Bewältigung der Lernschwierigkeit vermittelt werden.

1.3.2.1.1. Lösungssuche: Lösungsvorschläge, → Reflektieren hinsichtlich Praktikabilität und Umsetzung (Z): Was sind denn Lesestrategien? Kann ich die erlernen? Der Berater erörtert und reflektiert mit dem zu Beratenden verschiedene Lesestrategien. Es fällt die Auswahl auf die Lesestrategie 5-Schritt-Lesemethode.

1.3.2.1.2. Ggf. Aufstellen eines Arbeitsplans, Einreichen von Unterstützungsmaterialien Folgende Unterstützungsmaterialien wurden eingereicht: „Informationsblatt über die Lesestrategie „5-Schritt-Lesemethode““ Folgende Zwischenziele wurden gesetzt: Evaluation und erste Umsetzung der Lesestrategie im Unterricht.

2. Handlungsfeld E

2.1. Mit schulischen Partnern, Eltern und außerschulischen Partnern in Erziehungsfragen kooperieren (z. B. Jugendhilfe, Therapeuten, Schulpsychologen, Betrieben)

2.1.1. ggf. über die Einbindung von Tims Eltern

3. Handlungsfeld L

3.1. Leistungsanforderungen und Beurteilungsmaßstäbe transparent machen

3.1.1. Beratungskonzept/Situation

3.1.1.1. Die entsprechende Note für Tims Leistung wird über eine transparente Bewertungsstruktur legitimiert.

3.1.2. Literatur

3.1.2.1. Ausbildungs- und Prüfungsordnung BK

3.2. Lernfortschritte und Leistungen her-ausfordern und dokumentieren

3.2.1. Beratungskonzept/Situation

3.2.1.1. Wird über das prozessbegleitende Feedback realisiert.

3.2.1.1.1. • Die Ergebnisse und getroffenen Vereinbarungen der Lernberatung dokumentieren, um „verbindliche“ Zielvorgaben als Orientierungs- und Anknüpfungspunkt zu haben. • Zwischenziele aufstellen und ggf. gemeinsam mit dem Schüler einen individuellen Arbeitsplan erstellen (Schüler als Beobachter seines eigenen Lern-/Arbeitsprozesses).

3.3. Leistungen kriterienorientiert erfassen, beurteilen und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern reflektieren

3.3.1. Literatur

3.3.1.1. Ausbildungs- und Prüfungsordnung BK

3.3.2. Entspricht Leistungsanforderungen und Beurteilungsmaßstäbe transparent machen.

3.4. Individuelle Rückmeldungen zu Lernfortschritten und Leistungen der Schülerinnen und Schüler so gestalten, dass sie eine Hilfe für weiteres Lernen darstellen

3.4.1. Wird über das Beratungskonzept realisiert.

3.4.1.1. • Die Ergebnisse und getroffenen Vereinbarungen der Lernberatung dokumentieren, um „verbindliche“ Zielvorgaben als Orientierungs- und Anknüpfungspunkt zu haben. • Zwischenziele aufstellen und ggf. gemeinsam mit dem Schüler einen individuellen Arbeitsplan erstellen (Schüler als Beobachter seines eigenen Lern-/Arbeitsprozesses).

3.4.1.2. Neue Gesprächstermine vereinbaren, um den Zwischenstand diagnostizieren und den Lernprozess begleiten zu können.

3.4.2. Literatur

4. Handlungsfeld B

4.1. Schülerinnen und Schüler und Eltern anlass- und situationsgerecht beraten

4.1.1. Literatur

4.1.1.1. Rogers, Carl (1981): Der neue Mensch (Deutsche Erstausgabe). 1981, Stuttgart: Klett-Cotta. S. 67.

4.1.1.2. Schulz von Thun Institut für Kommunikation. Link: https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-innere-team. [Letzter Aufruf: 03.05.2020].

4.1.1.3. Rosemarie, Klein (2006): bbb-Entwicklungspool Lernberatung. Dortmund 2006.

4.1.2. Beratungskonzept/Situation

4.1.2.1. Das Beratungskonzept ist - mit Bezug zur Literatur - so aufgebaut, dass anlass- und situationsgerecht beraten wird. S. hierzu Leitfaden des Beratungskonzepts

4.1.2.1.1. Die 5 Grundsätze der Durchführung eines Beratungsgesprächs: 1. Sie sind für die Beratung zuständig, nicht für die Person. Zwingen Sie nichts auf. 2. Kennen Sie Ihre Grenzen und Ihre Fachkompetenz. Sie sind kein Therapeut. 3. Zeigen Sie Wertschätzung und verbreiten Sie so viel Optimismus und Ermutigung wie nur möglich. 4. Seien Sie empathisch. 5. Gehen Sie daher positiv und ohne Vorurteil in das Gespräch!

4.2. Beratungssituationen reflektieren, auswerten und darüber in den kollegialen Austausch mit an der Schule vorhandenen Professionen treten

4.2.1. Literatur

4.2.1.1. Rosemarie, Klein (2006): bbb-Entwicklungspool Lernberatung. Dortmund 2006.

4.2.1.2. Bovet, Gislinde (2018b): Wissenserwerb und Problemlösen. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 205-237.

4.2.2. Beratungskonzept/Situation

4.2.2.1. Das Beratungskonzept greift diesen Leitgedanken auf

4.2.2.1.1. • Reflexion des Beratungsgesprächs: ▪ Prozessevaluation: • Waren die Rahmenbedingungen geeignet? (Zeitraum, Ort, Atmosphäre) • Konnte eine klare und sinnstiftende Zielvereinbarung getroffen werden? (schülerorientiert, niveaugerecht, problemlösend) • Waren die Unterstützungsmaterialien hilfreich? • Gibt es noch offene Fragen/Probleme? ▪ Selbstevaluation: • Bin ich meiner Rolle als BERATER gerecht geworden? • Wurden die geforderten Kommunikationskompetenzen eingehalten? • Bin ich hinsichtlich dieser Problematik wirklich kompetent? Austausch mit Kollegen und weitere Begleitung des Arbeitsprozesses

4.3. Beratungsanlässe wahrnehmen und schulische Beratungskonzepte für die Planung von Beratung nutzen

4.3.1. Rückbezug zu der Ausgangssituation. Verweis auf Beratungskonzept

4.4. Schülerinnen und Schülern prozess-begleitendes Feedback über ihre Stärken und Schwächen geben mit dem Ziel der Lernberatung und Förderung

4.4.1. Literatur

4.4.1.1. Bovet, Gislinde (2018b): Wissenserwerb und Problemlösen. In: Bovet, Gislinde u. Huwendiek, Volker (HRSG.): Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. 10. Auflage. Berlin, 2018: Cornelsen Schulverlage GmbH. S. 205-237.

4.4.2. Beratungskonzept/Situation

4.4.2.1. Durch die Zielvereinbarung und die Absprache neuer Termine wird der Förderungsprozess begleitet.

4.4.2.1.1. Beendigung: Weitere Terminabsprachen (B): Ich würde vorschlagen, dass wir uns Ende Mai nochmals zusammensetzten und den Arbeitsprozess evaluieren. (Z): Sehr gerne Herr Erdmann!