KG II Themen

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KG II Themen par Mind Map: KG II Themen

1. 2. Helden und Verräter – Personenkult in China

1.1. Leitfragen

1.1.1. Was ist ein Nationalheld?

1.1.1.1. steht für die Nation ein, selbstlos und heroisch

1.1.2. Welche Funktion haben Nationalhelden?

1.1.2.1. soll ein Idol sein, dem es nachzueifern gilt (Lob und Tadel)

1.1.3. Ist die Kongruenz von Held und Nation immer unbestritten?

1.2. Texte

1.2.1. Matten, Marc Andre (2009): Die Grenzen des Chinesischen. Wiesbaden: Harrassowitz

1.2.1.1. Autor

1.2.1.1.1. Marc Andre Matten, unser Professor lol

1.2.1.2. zeitliche Einordnung

1.2.1.2.1. 2009

1.2.1.3. Intention des Textes

1.2.1.4. Inhalt

1.2.1.5. Wer spricht?

1.2.1.5.1. ideologiekritischer, deutscher Sinologe

1.2.1.6. Wer wird angesprochen?

1.2.2. Carl Miller (2019): China and Taiwan clash over Wikipedia edits, in: BBC News, 5. Oktober 2019

1.2.2.1. Autor

1.2.2.1.1. BBC-Autor?

1.2.2.2. zeitliche Einordnung

1.2.2.2.1. aufkommender Streit über Deutungshoheit bezüglich China-Themen im Internet

1.2.2.3. Intention des Textes

1.2.2.3.1. Warnung zum kritischen Hinterfragen frei zugänglicher Informationen

1.2.2.4. Inhalt

1.2.2.4.1. China bearbeitet Wikipedia-Artikel mit Chinabezug in Richtung Konformität mit Parteimeinung

1.2.2.5. Wer spricht?

1.2.2.5.1. westlicher BBC-Journalist, der Eingreifen Chinas in Wikipedia-Wissen kritisch sieht

1.2.2.6. Wer wird angesprochen?

1.2.2.6.1. keine spezifische Zielgruppe

1.3. Vorlesungsnotizen

1.3.1. Nation: verschiedene Dimensionen

1.3.1.1. Kultur

1.3.1.2. Geschichte

1.3.1.3. Tradition/Moral

1.3.1.4. Abstammung

1.3.1.5. Sprache

1.3.1.6. Religion

1.3.1.7. "Rasse" (56 Ethnien)

1.3.2. Zhang Taiyan: definiert Han-Chinesen (Han = alle Konfuzianer und Leute, die Hanzi benutzen)

1.3.3. Yue Fei (antijapanischer Nationalheld) steht heroisch im Tempel vs. Qin Hui (Widersacher) kniend und eingezäunt => Einteilung in Held und Verräter ist historisch fest

2. 3. Die pess-optimistische Nation – William Callahan zur Selbstwahrnehmung Chinas

2.1. Leitfragen

2.1.1. Was sind die Charakteristika und Funktion des Nationalismus, a) allgemein, b) auf China bezogen?

2.1.1.1. b) Der Begriff Nationalismus in China wird nicht verwendet, da Nationalismus im Chinesischem mit der Ethnie verbunden wird, was bei einem multi-ethnischen Staat nicht funktioniert, deshalb wird der Wert auf Patriotismus gelegt.

2.1.2. Kann es eine Welt ohne Nationalismus geben?

2.1.2.1. EIGENE MEINUNG

2.1.3. Wo sehen Sie Widersprüche beim chinesischen Nationalismus?

2.1.3.1. Die optimistische und die pessimistische "Masche" Chinas wird je nach Bedarf verwendet und ist in sich inkonsistent.

2.2. Texte

2.2.1. Callahan, William (2010): China – The Pessoptimist Nation. Oxford: Oxford University Press

2.2.1.1. Autor

2.2.1.1.1. William A. Callahan, author Professor of International Politics and China Studies, University of Manchester Co-Director, British Inter-university China Centre, Oxford

2.2.1.2. zeitliche Einordnung

2.2.1.3. Intention des Textes

2.2.1.4. Inhalt

2.2.1.4.1. Chinas nationale Identität ist von Erfolgen (Stolz) und Misserfolgen (Schande) im Tandem geprägt.

2.2.1.4.2. Olympisches Opening in Peking 2008

2.2.1.5. Wer spricht?

2.2.1.6. Wer wird angesprochen?

2.2.1.6.1. englische, akademische Sphäre

2.3. Vorlesungsnotizen

3. 4. Die Vision der Großen Gleichheit - Kang Youwei und sein Buch der Großen Gemeinschaft (Datongshu)

3.1. Leitfragen

3.1.1. Wie radikal waren seine Ideen, und welche Forderungen schätzen Sie als realistisch ein? => eigene Meinung darlegen

3.1.2. Welche Ziele verfolgte Kang Youwei?

3.2. Texte

3.2.1. K'ang Yu-wei (1974): Ta T'ung Shu. Das Buch von der Großen Gemeinschaft. Düsseldorf, Köln: Diederichs

3.2.1.1. Autor

3.2.1.1.1. Kang Youwei (1858 - 1927); Gelehrter/Dichter/Politiker

3.2.1.1.2. etablierte 100-Tage-Reform 1898 als Reaktion auf den Einmarsch des deutschen Kaiserreiches in Shangdong; Inhalt: Schule für alle inkl. Fremdsprachen, kaiserliche Uni-Gründung, offizielle Tageszeitung

3.2.1.1.3. musste Qing-China verlassen von 1898 bis 1914 nach coup d'etat der Kaiserinwitwe

3.2.1.2. zeitliche Einordnung

3.2.1.2.1. Ende der Qing-Dynastie

3.2.1.2.2. Kang Youwei hielt sein Manuskript zurück, da die "Welt noch nicht reif sei"; 1913 der erste kleine Teil, dann 1929 ein weiterer und schließlich 1935 komplett

3.2.1.2.3. konfuzianisches Zeitverständnis: Zeit hat einen Telos (Zweck); nicht zyklisch sondern linear

3.2.1.2.4. beeinflusst von Buddh. jedoch kein buddh Werk

3.2.1.3. Intention des Textes

3.2.1.4. Inhalt

3.2.1.4.1. Forderung, alle "Grenzen des Leidens" niederzureißen = Endziel: ku jie

3.2.1.4.2. Vorschlag der drei Zeitalter: Rezeption des europäischen Dreiklangs Antike-Mittelalter-Neuzeit/Moderne bezogen auf Religion und Staatswesen

3.2.1.4.3. unbegrenzter Fortschrittsoptimismus (autonome Fabriken, Mondreise): vollständige Bedürfnisbefriedigung (kein Arbeitszwang mehr) führt zum Versiegen von Leid

3.2.1.5. Wer spricht?

3.2.1.6. Wer wird angesprochen?

3.2.2. Bauer, Wolfgang (1974/1989): China und die Hoffnung auf Glück. München

3.2.2.1. Autor

3.2.2.1.1. Wolfgang Bauer, bedeutender deutscher Sinologe mit Professuren in Deutschland, USA und Australien

3.2.2.2. zeitliche Einordnung

3.2.2.2.1. 1974/1989

3.2.2.2.2. Öffnung und Wirtschaftsaufschwung unter Deng Xiaoping; Tiananmen-Massaker

3.2.2.3. Intention des Textes

3.2.2.4. Inhalt

3.2.2.5. Wer spricht?

3.2.2.6. Wer wird angesprochen?

3.3. Vorlesungsnotizen

4. 5. Wissenschaft und Selbstbehauptung in China

4.1. Leitfragen

4.1.1. Definieren Sie Selbstbehauptung!

4.1.1.1. Selbstbehauptungen sind Behauptungen die von einem Selbst abstammen, die jedoch auch stark selbstüberschätzend und sogar wissentlich verfälscht werden können.

4.1.1.2. Überleben der Nation sichern

4.1.2. Was ist deren Funktion?

4.1.2.1. Das Eigenbild zu der Außenwelt zu beeinflussen, meistens zum Guten

4.1.2.2. Überwinden des Defizitpostulats

4.1.2.2.1. Defizitpostulat: Unterschiede zum eigenen Standpunkt als optimierungsbedürftig betrachten; Europa -> China @Sozialversicherung, Umwelt, MR, Demokratie, unabhängige Justiz

4.1.2.2.2. Defizitpostulat konstitutiert eine gewisse Hierarchie

4.1.2.2.3. Ziel des Selbstbehauptungsdiskurses: Aus dieser Hierarchie ausbrechen

4.1.3. Kennen Sie noch andere Beispiele als im Text genannt?

4.1.3.1. olympische Spiele, Raumfahrt, Softwareentwicklung

4.2. Texte

4.2.1. Amelung, Iwo (2008): Wissenschaft, Pseudow. und feud. Aberglaube

4.2.1.1. Autor

4.2.1.1.1. Iwo Amelung; deutscher Sinologe und Professor, studierte in Deutschland und China

4.2.1.1.2. Fachgebiet: Wissenschafts- und Ideentheorie des modernen China

4.2.1.2. zeitliche Einordnung

4.2.1.2.1. 2008

4.2.1.3. Intention des Textes

4.2.1.3.1. Auseinandersetzung mit dem Selbstbehauptungsdiskurs Chinas bzgl. der Wissenschaft zur Überwindung des vom Westen vorgebrachten Defizitpostulats

4.2.1.4. Inhalt

4.2.1.4.1. Optimismus Chinas, mit Wissenschaft Defizite kompensieren zu können

4.2.1.4.2. "western Impact" vs. "chinese learning"

4.2.1.4.3. Hui Shi und die 4. Mai Bewegung 1919: Wissenschaft für alle (Mr. Democracy und Mr. Science für Moderne nötig)

4.2.1.4.4. drei Punkte, auf die der Selbstbehauptungsdiskurs abzielt; Wissenschaft als Mittel zur Abschaffung der Defizite

4.2.1.4.5. Begriff der Wissenschaft hat in China einen hohen Stellenwert/positive Konnotation (ke xue)

4.2.1.4.6. Definitionsdivergenz europäisch - chinesisch bzgl. "Wissenschaft"; Verwendung von Wissenschaft hat immer politische Funktion

4.2.1.5. Wer spricht?

4.2.1.5.1. deutscher Sinologe mit Fachgebiet der Wissenschaftsbetrachtung in China

4.2.1.6. Wer wird angesprochen?

4.2.1.6.1. akademisches Publikum in Europa, die die Wissenschaft in China beurteilen (sollen)

4.3. Vorlesungsnotizen

4.3.1. Verehrung von Wissenschaft (akadem. Institute)

4.3.2. Wissenschaft als entscheidende Rolle, um Herrschaftsanspruch der kommunistischen Partei zu legitimieren (Selbstbehauptung)

4.3.3. Raumflug als Kampfansage und Stärkung des patriotischen Bewusstseins

4.3.3.1. Glaube an Allmacht der Wissenschaft

4.3.3.2. Glaube, dass Wissenschaft China retten kann

4.3.4. Wissenschaft als Kampf gegen Aberglaube

4.3.5. Entstehung chin. Kulturlinguistik; soll sich von westl. Disziplinen unterscheiden

4.3.6. Flussbettverlagerung des Huanghe 1850

4.3.6.1. Fliehen in Norden, neue Besiedlung 1890

4.3.7. "Neue" west. Wissen muss altes Wissen delegitimieren

4.3.7.1. westl. und chin. Medizin ist nicht kombinierbar, da westl. Medizin analytisch ist

4.3.8. "Neues Wissen" kann nicht einfach "Altes Wissen" ablösen

4.3.9. Feng Shui in China

4.3.9.1. Aberglaube, der nicht mehr praktiziert werden soll

4.3.10. KP verbietet z.B. Wahrsagung der Namensgebung

4.3.11. Unterschied zwischen Verbreitung und Popularisierung

4.3.11.1. Wissenschaft (für bestimmte Gruppe) <=> Popularwissenschaft (für ganze Population, dh. vereinfachte Form desselben Wissens)

4.3.12. Kein Fortschritt ohne Wissenschaft

4.3.13. 4. Mai Bewegung

5. 9. Menschenrechtsfrage im modernen China

5.1. Leitfragen

5.1.1. Gibt es chinesische Menschenrechte, oder sind Menschenrechte universell?

5.1.1.1. Chinas Menschenrechte und die Menschenrechte des europäischen Models sind anders, dh. Menschenrechte sind nicht universell

5.1.1.1.1. zB. Kapitalisten und Reaktionäre (Feinde des Staates) haben keine Menschenrechte in China

5.1.1.1.2. Nur eine bestimmte Klasse hat Menschenrechte

5.1.2. Wo sehen Sie Konfliktherde in der internationalen Menschenrechtszusammenarbeit (vgl. NGOs)?

5.2. Texte

5.2.1. Xia Yong (1992): Human Rights and Chinese Tradition

5.2.1.1. Autor

5.2.1.1.1. Xia Yong

5.2.1.2. zeitliche Einordnung

5.2.1.2.1. 1992

5.2.1.3. Intention

5.2.1.4. Inhalt

5.2.1.4.1. "Es gibt eine chin. Alternative zum 'westlichen' Menschenrechten"

5.2.1.4.2. Menschenrechte müssen von dem Staat gewehrt werden

5.2.1.5. Wer spricht?

5.2.1.6. Wer wird angesprochen?

5.2.2. China Human Rights League (1979): A Chinese Declaration of Human Rights

5.2.2.1. Autor

5.2.2.1.1. China Human Rights League

5.2.2.2. zeitliche Einordnung

5.2.2.2.1. 1979

5.2.2.3. Intention des Textes

5.2.2.4. Inhalt

5.2.2.5. Wer spricht?

5.2.2.6. Wer wird angesprochen?

5.2.3. Zuo Ai (1957): A Discussion of “Human Dignity“

5.2.3.1. Autor

5.2.3.1.1. Zuo Ai

5.2.3.2. zeitliche Einordning

5.2.3.2.1. 1957

5.2.3.3. Intention des Textes

5.2.3.4. Inhalt

5.2.3.5. Wer spricht?

5.2.3.6. Wer wird angesprochen?

5.2.4. Shi-Kupfer, Kristin (2014): Menschenrechte in der Volksrepublik China: Fortschritte, Defizite, Herausforderungen, in: Doris Fischer und Christoph Müller-Hofstede (Hg.): Länderbericht China. Bundeszentrale für Politische Bildung

5.2.4.1. Autor

5.2.4.1.1. Kristin Shi-Kupfer

5.2.4.2. zeitliche Einordning

5.2.4.2.1. 2014

5.2.4.3. Intention des Textes

5.2.4.4. Inhalt

5.2.4.5. Wer spricht?

5.2.4.6. Wer wird angesprochen?

5.2.5. Angle, Stephen and Svensson, Marina (2001): The Chinese human rights reader: documents and commentary, 1900-2000. Armonk, NY: Sharpe.

5.2.5.1. Autor

5.2.5.2. zeitliche Einordnung

5.2.5.3. Intention des Textes

5.2.5.4. Inhalt

5.2.5.5. Wer spricht?

5.2.5.6. Wer wird angesprochen?

5.3. Vorlesungsnotizen

5.3.1. Freiheitsrechte

5.3.1.1. Soziale Freiheitsrechte

5.3.1.2. Justizielle Freiheitsrechte

5.3.1.3. Persönliche Freiheitsrechte

5.3.2. China hat UN-Menschenrechtspackt unterzeichnet

5.3.3. Menschenrechte der chin. Staatssicht

5.3.3.1. 1. Recht auf ökonomische Entwicklung

5.3.3.2. 2. Recht auf Sozialabsicherung

5.3.3.2.1. Krankenversicherung, Rentenversicherung, Sozialversicherung, ...

5.3.3.3. 3. Recht auf Demokratie

5.3.3.4. 4. Meinungsfreiheit

5.3.3.4.1. und Pressefreiheit

5.3.3.5. 5. Personenrechte

5.3.3.5.1. Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit

5.3.4. "China muss sich an das europäische Bild der Menschenrechte anpassen" wäre ein Deffizitpostulat

5.3.5. Menschenrechte auf Chinesisch ist "Renquan", was suboptimal ist, da "quan" "Macht" bedeutet

5.3.6. früher zur imperialen Zeit zählten bei Wahlen keine Individuen und deren Quantität bei Abstimmungen, sondern nur die Kosmologie

5.3.6.1. Beispiel: 8 gegen 3 Stimmen, aber 3 Stimmen überwiegen die anderen 8, da die 3 kosmologisch idealer war (wegen Wahrsagung zuvor)

5.3.7. 1978: Gesetzgebungen werden angfertigt

5.3.7.1. keine Rechtsanwälte, da zuvor Staat die Schuld bestimmte

5.3.7.1.1. Staat brauchte Anwälte

5.3.8. Gebildete Mittelschicht würde nicht nach Demokratie verlangen, da die Unterschicht quantitativ immer in der Überzahl wäre

6. 11. Konfuzianismus in der postrevolutionären Ära

6.1. Leitfragen

6.1.1. Welchem Umstand verdankt sich die Renaissance des Konfuzianismus heute?

6.1.2. Welche Probleme tauchen auf, wenn moralische Werte der Vergangenheit reaktiviert werden?

6.1.3. Kann die Vergangenheit überhaupt der Gegenwart nutzen?

6.2. Texte

6.2.1. Murray, Julia K. (2009): “Idols” in the Temple: Icons and the Cult of Confucius, in: Journal of Asian Studies

6.2.1.1. Autor

6.2.1.1.1. Julia Murray

6.2.1.2. zeitliche Einordnung

6.2.1.2.1. 2009

6.2.1.3. Intention des Textes

6.2.1.4. Inhalt

6.2.1.5. Wer spricht?

6.2.1.6. Wer wird angesprochen?

6.2.2. Louie, Kam (2011): Confucius the Chameleon: Dubious Envoy for "Brand China", in: Boundary 2, Frühjahr 2011

6.2.2.1. Autor

6.2.2.1.1. Kam Louie, geboren 1949; Professor an der Uni Hongkong; Interessen: gender, history, language, literature, and philosophy in China

6.2.2.2. zeitliche Einordnung

6.2.2.2.1. 2011

6.2.2.3. Intention des Textes

6.2.2.3.1. kritische Auseinandersetzung mit den proklamierten konfuzianischen Werten, die zur Zeit eine Renaissance erfahren, aber eigentlich gar nicht in die Zeit, Gesellschaft und das Anwendungsgebiet passen

6.2.2.4. Inhalt

6.2.2.4.1. Kapitalisierung des Konfuzianismus

6.2.2.4.2. schizophrene soft power durch die Konfuzius-Institute

6.2.2.4.3. drei Abschnitte des Konfuzianismus

6.2.2.4.4. Konfuzius als angeblicher Feminist

6.2.2.4.5. Selbstbehauptungsdebatte

6.2.2.5. Wer spricht?

6.2.2.5.1. Gender- und Geschichtsprofessor aus Hongkong, der kritisch den chinesischen Selbstbehauptungsdiskurs beleuchtet

6.2.2.6. Wer wird angesprochen?

6.2.2.6.1. Menschen, die eine falsche Vorstellung vom Konfuzianismus haben

6.2.2.6.2. Internationale Feminismusaktive sowie Gender- und Wertedebattenausfechtende

6.3. Vorlesungsnotizen

6.3.1. Demokratieverständnis

6.3.1.1. Minben (Herrscher sorgt dafür, dass es dem Volk gut geht) =/= Minzhu (Demokratie)

6.3.1.2. Begriffe werden nicht historisch reflektiert

6.3.2. Konfuzius

6.3.2.1. Damals: Weiser, Heiliger, Edelmann

6.3.2.2. Modern: Lehrer

6.3.2.3. Wahl des Namens für die Institute: Nicht für Werteexport

6.3.3. Geschichtlicher Hintergrund

6.3.3.1. 1905: Abschaffung der Beamtenprüfung und Ersetzen des Lehrplans an den Schulen

6.3.3.2. 1911: Ende des imperialen Chinas (hierarchischer Konfuzianismus hat ein Problem)

6.3.3.3. 1919: 4. Mai-Bewegung

6.3.3.4. 1922-1937: Nanjing-Periode; Republikerneuerung unter Chiang Kai-Shek; faschistische Staatsexperimente in unheiliger Allianz mit hierarchisch-konfuzianischen Werten

6.3.3.5. 1949: Klassenkampf

6.3.3.6. 1966: Bekämpft Beethoven, Bekämpft Konfuzius

6.3.3.7. 1978: Wirtschaftliche Öffnung unter Deng Xiaoping

6.3.3.8. "progressive Werte" werden mit Blick nach Außen propagiert

6.3.4. He Zhen als "erste Feministin"

6.3.4.1. Frauen sitzen nur daheim, 50% der Bevölkerung sind also untätig

6.3.4.2. Potenzial zur wirtschaftlichen Entwicklung sollte genutzt werden durch die Einbeziehung von Frauen ins Arbeitsleben

6.3.4.3. Ziel: Gleichberechtigung der Frau oder verdeckter Kapitalismus durch Wirtschaftsgedanken?

6.3.4.4. Beziehungen im Konfuzianismus: vier von fünf ganz klar hierarchisch; letzte verdeckt hierarchisch (kein demokratisches Potenzial)

6.3.4.4.1. Vater-Sohn

6.3.4.4.2. Ehemann-Ehefrau

6.3.4.4.3. Herrscher-Untertan

6.3.4.4.4. Älterer Bruder-jüngerer Bruder

6.3.4.4.5. Zwischen Freunden (Altershierarchie nicht offensichtlich, aber gegeben)

7. 12. Gender und Feminismus

7.1. Leitfragen

7.1.1. Seit wann kann man von der Emanzipation der Frau in China sprechen?

7.1.2. Inwieweit ist die Gleichberechtigung heute in China umgesetzt?

7.1.2.1. Frau geht selbstverständlich arbeiten

7.1.2.2. Offiziell werden Jungs und Mädchen schulisch gleich gefordert (inoffiziell sieht es oft anders aus)

7.1.2.3. EIGENE MEINUNG

7.2. Texte

7.2.1. Karl, Rebecca (2013): The birth of Chinese feminism: essential texts in transnational theory. New York: Columbia University Press

7.2.1.1. Autor

7.2.1.1.1. Rebecca Karl

7.2.1.2. zeitliche Einordnung

7.2.1.2.1. 2013

7.2.1.3. Intention des Textes

7.2.1.3.1. Zu bestimmen, wann Feminismus in China begann

7.2.1.4. Inhalt

7.2.1.4.1. Sammlung von feministischen Texten Chinas

7.2.1.5. Wer spricht?

7.2.1.5.1. Verschiedene Chinesen

7.2.1.6. Wer wird angesprochen?

7.2.1.6.1. Die akademischen Sphären

7.2.2. Ko, Dorothy (1994): Teachers of the Inner Chambers—Women and Culture in Seventeenth Century. Stanford, CA: Stanford University Press

7.2.2.1. Autor

7.2.2.1.1. Dorothy Ko

7.2.2.2. zeitliche Einordnung

7.2.2.2.1. 1994

7.2.2.3. Intention des Textes

7.2.2.3.1. Darstellung vom Leben und Stellung der Frau in China durch persönlichen Texten von verschiedenen Frauen zu deren Zeit (Integration von Gender und chin. Geschichte)

7.2.2.4. Inhalt

7.2.2.4.1. Sammlung persönlichen Texten der chin. Frau

7.2.2.4.2. Die chin. Frau ist "doppelt unterdrückt" durch das Patriachat Chinas und das Idealbild der westlichen Mächten (Kolonialismus).

7.2.2.5. Wer spricht?

7.2.2.6. Wer wird angesprochen?

7.2.2.6.1. englische, akademische Sphären

7.2.3. He-Yin Zhen (1907): The Feminist Manifesto

7.2.3.1. Autor

7.2.3.1.1. He-Yin Zhen

7.2.3.2. zeitliche Einordnung

7.2.3.2.1. 1907; kurz vor dem Zusammenbruch der Qing-Dynastie

7.2.3.3. Intention des Textes

7.2.3.3.1. Appell an die chin. Frauen sich gegen das Patriarchat zu erheben, um Geschlechtergleichheit zu bringen

7.2.3.4. Inhalt

7.2.3.4.1. 4 Institutionen, die für die Ungleichbehandlung der Frau verantwortlich sind

7.2.3.4.2. 7 Ziele, die Frauen anstreben sollen

7.2.3.4.3. 3 Gegenargumente zu den 7 Zielen und deren Widerlegung von He-Yin Zhen

7.2.3.5. Wer spricht?

7.2.3.5.1. Die erste chin. Feministin

7.2.3.6. Wer wird angesprochen?

7.2.3.6.1. Andere chin. Frauen

7.3. Vorlesungsnotizen

8. 13. Wissenschaft und Wissenssoziologie VR China

8.1. Leitfragen

8.1.1. Welche Funktion hat die Wissenschaftspopularisierung im maoistischen China?

8.1.2. Ist sie der Innovation zuträglich?

8.1.3. In welchem Zusammenhang stehen Politik und Wissenschaft?

8.1.4. Kann es unpolitische Wissenschaft nach Aussage des Texts überhaupt geben?

8.2. Texte

8.2.1. Runsheng Du (1959), Great Progress Made in the Natural Sciences in China During the Last Decade

8.2.1.1. Autor

8.2.1.1.1. Runsheng Du (1913 - 2015); Militär, Ökonom und Reformer "Chinas Vater der "rural Reform""

8.2.1.2. zeitliche Einordnung

8.2.1.2.1. 1959

8.2.1.3. Intention des Textes

8.2.1.3.1. Selbstbehauptungsfunktion

8.2.1.4. Inhalt

8.2.1.4.1. Aufzählung wissenschaftlicher Erfolge

8.2.1.5. Wer spricht?

8.2.1.5.1. Regierung and Propagandisten Chinas

8.2.1.6. Wer wird angesprochen?

8.2.1.6.1. Das Volk Chinas

8.3. Vorlesungsnotizen

8.3.1. Nicht die Wissenschaftler sind im Fokus; die Erfolge werden dem ganzen Volk zugeschrieben

8.3.2. Populäre Comics zur Edukation

8.3.2.1. Beispiel: Hygiene, Biologie etc.

8.3.3. Aberglaube vs. Wissenschaft

8.3.3.1. Aberglaube soll abgeschafft werden

8.3.4. Anpassung/Vereinfachung der Erklärungen, damit das Verstehen erleichtert/verschnellert wird

8.3.4.1. Beispiel: Bakterien wurden mit dem chin. Konzept von Gift erklärt.

8.3.5. Technologie für Effizienz, aber fehlende Ressourcen für die Technologie, z.B. Traktoren für ganz China damals unmöglich

8.3.5.1. Alternative Wege wurden ermutigt z.B. Eicheln als Kugellager benutzen.

8.3.6. Die Praxis der Bauern wurde gelobt und von der Obrigkeit als Inspiration verwendet.

9. Allgemeine Handhabung von Texten und Argumentionen

9.1. Niemals normativ argumentieren!

9.1.1. Beispiel: "China hat keine Menschenrechte.", weil es Euro-zentristisch und unspezifiziert formuliert ist.

9.2. Wörter sind niemals unschuldig; verschiedene Bezeichnungen können Ideologien mit sich bringen

9.2.1. Beispiel: "Vor der Befreiung" und "Nach der Befreiung" VS. "Gründung der Volksrepublik Chinas"

9.3. Vorworte können den Lesern extreme lenken/leiten

9.3.1. Ein Text mit einer unveränderten Primärquelle, kann zur Sekundärquelle werden, wenn davor ein Vorwort den Leser leitet.

9.4. Ideengeschichte: Blick von oben

9.4.1. bietet kein Einblick in soziale Gruppen

9.4.1.1. von alten weißen Männern geschrieben

9.5. historische Geschichte

9.5.1. Primärquellen

9.5.1.1. Beispiel: Zeitungen, Tagebücher, Reden, Events/Ereignisse

9.5.2. Sekundärquellen

9.5.2.1. Beispiel: Akademische Texte, die Primärquellen analysieren

9.5.2.2. Sekundärquellen können zu Primärquellen werden.

9.5.2.2.1. Beispiel: Man guckt sich die Begebenheiten an, warum ein akademischer Text verfasst wurde.

9.6. subalterne = soziale Gruppen, deren Stimme nicht gehört wird -> durch PQ z.b. hörbar machen