F60 spezifische Persönlichkeitsstörung

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F60 spezifische Persönlichkeitsstörung by Mind Map: F60 spezifische Persönlichkeitsstörung

1. F60.1 schizoide Persönlichkeitsstörung

1.1. Der Schizoide ist kühl, distanziert, freudlos und am liebsten allein.

1.2. Einzelgänger " ich komme allein besser zurecht", "Letztlich bin ich immer ganz allein"

1.3. wenig Vergnügen

1.4. Gelichgültigkeit gegenüber Lob und Kritik

1.5. wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen

1.6. Übermässiges Verhaftetensein in Fantasien und Selbstbeobachtungen (Introspektion)

1.7. Mangel und Desinteresse an sozialen Beziehung

1.8. mangelnde Sensibilität im Erkennen und Befolgen von gesellschaftlichen Regeln

1.9. 4 von 91) wenn, bereiten nur sehr wenige Aktivitäten Freude 2) emotionale Kühle, Distanziertheit, abgeflachter Affekt 3) reduzierte Fähigkeit Gefühle auszudrücken (Nähe, Arger, Liebe) 4) Gleichgültigkeit gegenüber Lob oder Kritik 5) Wenig Interesse an Sexualität 6) Möchte immer gerne Aktivitäten alleine machen (hohes Maß an Autonomie) 7) Introvertiertheit + viele innere Fantasien (in sich zurückgezogen) 8) Hat keine Freunde und wünscht sich auch keine engen Freunde 9) Mangelndes Gespür für soziale

1.10. Prävalenz 0,5-1%

1.11. TRIAS: Emotionale Kälte, Isolation, übermässige Vorliebe für Fantasie

2. F 60.2 Dissoziale Persönlichkeitsstörung

2.1. soziopathisch, antisozial, psychpathisch

2.2. unbedachtes, impulsivies Verhalten

2.3. geringe Frustrationstolereanz

2.4. "Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner" oder " Fressen und Gefressen werden"

2.5. kein Schuldbewusstsein

2.6. Beziehungsunfähig

2.7. steht häufig in Zusammenhang mit ADHS

2.8. gefühllose Empathie

2.8.1. Soziopathen fühlen sich in die andere Person ein, um das zu ihrem Vorteil zu nutzen

2.9. risikobereit

2.10. werden sehr häufig strafffällig, 40-90% der Gefängnisinsassen haben diese Störung

2.11. 3 von 6 1) Herzloses Unbeteiligtsein gegenüber Gefühlen anderer 2) Andauernde verantwortlungslose Haltung + Mißachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen 3) Unfähigkeit Beziehungen dauerhaft aufrecht zu erhalten (obwohl keine Schwierigkeit sie einzugehen) 4) Sehr geringe Frustrationstoleranz + niedrige Schwelle für Aggressionen + gewalttätiges Handeln 5) Fehlendes Schuldbewußtsein + aus Bestrafung zu lernen 6) Deutliche Neigung andere zu beschuldigen oder Rationalisierungen

2.12. Eine PS, welche durch Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen anderer gekennzeichnet ist

2.13. Prävalenz 3-7% Männer, 1-2% Frauen

2.14. TRIAS. ANTISOZIALES VERHALTEN; KEINE EMPATHIE; PATIENT LERNT NICHT AUS ERFAHRUNGEN

3. F60.3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

3.1. F60.30 Impulsiver Typ

3.1.1. ADHS ähnlich im Kindheitsalter

3.1.2. TRIAS: EMOTIONALE INSTABILITÄT;IMPULSIVITÄT;MANGELNDE SELBSTKONTROLLE

3.1.3. ICD10: 3von5

3.1.3.1. 1.Deutliche Tendenz, unerwartet und ohne Berücksichtigung von Konsequenzen zu handeln.

3.1.3.2. 2. Deutliche Tenendenz zu Streitereien und Konflikten mit anderen,v.a. dann, wenn impulsive Handlungen unterbunden und getadelt werden.

3.1.3.3. 3. Neigung von zu Ausbrüchen von Wut und Gewalt mit der Unfähigkeit zur Kontrolle des explosiven Verhaltens.

3.1.3.4. 4. Schwierigkeit in der Beibehaltung von Handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden.

3.1.3.5. 5. Unbeständige launische Stimmung

3.2. F60.31 Borderliner - Typ

3.2.1. krankhaftes Grenzgebiet zwischen Psychose, Neurose und Persönlichkeitsstörung

3.2.2. 70-80% sind Frauen

3.2.3. genetische Ursachen

3.2.4. frühkindliche Traumatisierungen / oft sexueller Missbrauch

3.2.5. Prävalenzrate 1,5 %/ Jugendliche 5%

3.2.6. Mitmenschen bleiben nur eine Projektionsfläche für die eigenen Gefühle

3.2.7. Sie verbleiben in der Welt der kindlichen Vorstellungen und Reaktionsweisen

3.2.8. Eine Person ist absolut gut oder böse.

3.2.9. Idealisierung und Abwertung

3.2.10. TRIAS: PROBLEME DER AFFEKTREGULIERUNG; DER IMPULSKONTROLLE; DES IDENTITÄTSERLEBNISSES

3.2.11. ICD 10 plus 2 Störungen müssen vorhanden sein

3.2.11.1. 1. Störungen und Unsicherheiten bezüglich Selbstbild, Zielen und " inneren Präferenzen" (einschliesslich sexueller Vorlieben)

3.2.11.2. 2.Emotional intensive, aber instabile Beziehungen ( oft mit Folgen emotionaler Krisen)

3.2.11.3. 3.Übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden

3.2.11.4. Wiederhollt Drohungen und Handlungen mit Selbstschädigung ( um sich aus inneren Spannungen zu befreien; Selbstverletzungen kommen bei Männern eher seltener vor

3.2.12. Suizidrate 8-10 % alte Studien, 4% neue Studien

3.3. 3 von 5 1) Herzloses Unbeteiligtsein gegenüber Gefühlen anderer 2) Andauernde verantwortlungslose Haltung + Mißachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen 3) Unfähigkeit Beziehungen dauerhaft aufrecht zu erhalten (obwohl keine Schwierigkeit sie einzugehen) 4) Sehr geringe Frustrationstoleranz + niedrige Schwelle für Aggressionen + gewalttätiges Handeln 5) Fehlendes Schuldbewußtsein + aus Bestrafung zu lernen 6) Deutliche Neigung andere zu beschuldigen oder Rationalisierungen

3.4. 40-65% der Patienten findet sich durch eine extreme Vernachlässigung, inkonstante oder fehlende Bezugspersonen, Gewalt oder sexuellen Missbrauch geprägte, traumatisierende Kindheit

3.5. folgende Merkmale stützen die Diagnose: - Die Betroffenen können schlecht vorausplanen. Werden ihre impulsiven Handlungen kritisiert oder behindert, kann ihr Ärger schnell in explosives und gewalttätiges Verhalten umschlagen. - Gefühle wechseln rasch und treten auch als Gefühlschaos auf. - Die Störung ist von dichotmen Denken gekennzeichnet (Alles oder Nichts, Schwarz oder Weiss)

4. F60.4 histrionische Persönlichkeitsstörung

4.1. ICD 10 , 4 von 6

4.1.1. 1. Dramatische Darstellung, theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen

4.1.2. 2.Leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen

4.1.3. 3. oberflächlich labile Affekte

4.1.4. 4. Ständige Suche nach aufregenden Erelbnissen und Aktivitäten, in die betreffende Person im Mittelpunkt steht.

4.1.5. 5. Unangemessen verführerisches Erscheinungsbild und Verhalten

4.1.6. 6. übermässige Beschäftigung damit, äusserlich attraktiv zu erscheinen

4.2. Es handelst sich um eine Persönlichkeitsstörung, die charakterisiert ist durch oberflächliche und labile Affektivität, Dramatisierung, einen theatralischen,übertriebenen Ausdruck von Gefühlen, durch Suggestibilität, Egozentrik, Genusssucht, Mangel an Rücknahme, erhöhte Kränkbarkeit und dauerndes Verlangen nach Anerkennung, äusseren Reizen

4.3. Prävalenz 2-3%, ambulant/stationär 4-7%

4.4. Die Störung betrifft eher Frauen

4.5. TRIAS: ÜBERTRIEBENE EMOTIONALITÄT; EXPRESSIVITÄT; AUFMERKSAMKEIT SUCHENDES VERHALTEN

4.6. Begleiterkrankungen: dissoziative Störungen

4.7. bei Krisen Suizidgefahr

4.8. Männer und Frauen sind gleich betroffen

4.9. Begleiterkrankung

4.9.1. dissoziale Störungen

5. F60.5 Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

5.1. Prävalenz 2%

5.2. Männer sind häufiger bertroffen

5.3. TRIAS: PERFEKTIONISMUS; KONTROLLWAHN; EIGENSINN

5.4. ICD10 plus 4

5.4.1. 1. Gefühle von starkem Zweifel und übermässiger Vorsicht

5.4.2. 2. Ständige Beschäftigung mit Details, Regeln, Ordnung und Systematik, organisatorischen Fragen und Plänen

5.4.3. 3. Perfektionismus, der letztlich die Fertigstellung von Aufgaben verhindert

5.4.4. 4. Unverhältnismässige Gewissenhaftigkeit und Skrupelhaftigkeit

5.4.5. 5. Extreme Leistungsfähigkeit und Vernachlässigung von Freizeit und zwischenmenschlichen Beziehungen bis hin zum völligem Verzicht

5.4.6. 6. Übertriebene Pedanterie und übermässige Befolgung sozialer Konfentionen

5.4.7. 7. Rigidität und Eigensinn

5.4.8. 8. Unbegründetes Bestehen darauf, dass andere sich exakt den eigenen Gewohnheiten unterordnen, oder die unbegründete Abneigung dagegen, Aufgaben oder Verantwortung an andere abzugeben

5.5. Begleiterkrankungen: Depressive Erkrankungen, Angststörungen, somatoforme Störungen

6. F60.6. Ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung

6.1. Defintion: Es handelt sich um eine Persönlichkeitsstörung, due durch Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit gekennzeichnet wird

6.2. Prävalenz 1%

6.3. bei psychiatrischen Patienten 11-15%

6.4. tritt eher bei Frauen auf

6.5. TRIAS: ANSPANNUNG; BESORGTHEIT;FURCHT VOR KRITIK UND ABLEHNUNG

6.6. ICD10 / mindesten 4 Kriteriern

6.6.1. 1. Andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit

6.6.2. 2. Überzeugung, im Vergleich zu anderen sozial unbeholfen, unattraktiv oder minderwertig zu sein

6.6.3. 3. Übertriebene Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden

6.6.4. 4. Persönliche Kontakte nur, wenn Sicherheit besteht, gemocht zu werden.

6.6.5. 5. Eingeschränkter Lebensstil, der aus dem Bedürfnis nach körperlicher Sicherheit existiert

6.6.6. 6. Vermeidung beruflich oder sozialer Aktivitäten, die eine intensive Interaktion mit anderen Menschen erfordern, aus Angst vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung

7. F60.7. abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung

7.1. Personen mit PS verlassen sich bei kleineren und grösseren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen

7.2. Präsenz 1-2%, unter psychiatrischen Patienten 4,5%

7.3. Frauen sind häufiger betroffen

7.4. TRIAS: HILFLOSIGKEIT; SCHÄCHE; TRENNUNGSANGST

7.5. ICD10 / mindestens 4

7.5.1. 1. Unterordnung von Entscheidung ( der Patient ermuntert andere die meisten Entscheidungen für ihn zu treffen)

7.5.2. 2. Unterordnung eigener Bedürfnisse unter die Wünsche anderer, zu denen ein Abhängigkeitsverhältnis besteht, und unverhältnismäßge Nachgiebigkeit gegenüber deren Wünschen

7.5.3. 3. Mangelnde Bereitschaft zur Äußerung, selbst angemessener Ansprüche gegenüber Personen, von denen man abhängt

7.5.4. 4. Unbehagliches Gefühl oder Hilflosigkeit, wenn die Betroffenen allein sind, aus übertriebener Angst, nicht allein für sich sorgen zu können

7.5.5. 5. Häufige Beschäftigung mit der Furcht verlassen zu werden und auf sich selbst angewiesen zu sein

7.5.6. 6. Eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit in Alltagsdingen, Einholung wiederholter Ratschläge und Bestästiung von anderen

8. F60.8 Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen

8.1. F 60.80 narzistisstische Persönlichkeitsstörung

8.1.1. ICD 10 mindestens 5

8.1.1.1. 1. Großartigkeit

8.1.1.2. 2. Erfolgs- und Machtfantasien, Fantasien über Schönheit und ideale Liebe

8.1.1.3. 3. Gefühl der Einmaligkeit

8.1.1.4. 4. Bedürfnis nach übermässiger Bewunderung

8.1.1.5. 5. Unbegründete Anspruchshaltung

8.1.1.6. 6. Ausnutzung von zwischenmenschlichen Beziehung

8.1.1.7. 7. Mangel an Empathie

8.1.1.8. 8. Neidgefühle oder die Überzeugung beneidet zu werden

8.1.1.9. 9. Arrogantes oder hochmütiges Verhalten

8.2. F60.81 Passiv- Aggressive (negativistische) Persönlichkeitsstörung

8.2.1. ICD 10 mindestens 5

8.2.1.1. 1. Verschleppung von Routineaufgaben (auf deren Erledigung andere warten)

8.2.1.2. 2. Protest gegen gerechtfertigte Forderungen

8.2.1.3. 3. Trotz, Reizbarkeit, oder Streitlust bei unwillkommenen Anliegen

8.2.1.4. 4. Kritik an oder Verachtung von Autoritäten

8.2.1.5. 5. Langsame oder schlechte Arbeit an unliebsamen Aufgaben

8.2.1.6. 6. Verweigerung der Mitwirkung an gemeinsamen Aufgaben

8.2.1.7. 7. Vergessen von Verpflichtungen

9. F60.0 Paranoide PS

9.1. Paranoide PS (4aus7) 1) Übertriebene Empfindlichkeit auf Rückschläge (starke emotionale Verletzbarkeit) 2) Dauerhafter Groll (ohne anderen vergeben zu können) => nachtragend 3) Misstrauen (Erlebtes wird verdreht => freundliches wird feindlich angesehen 4) Streitsüchtig (situationsunangemessenes Bestehen auf Rechten) 5) Vermutung sexueller Untreue des Partners 6) Ständige Selbstbezogenheit und starke Überheblichkeit 7) Gedanken an Verschwörung

9.2. Trias: Ausgeprägtes Misstrauen, übertriebene Empfindsamkeit, streitsüchtiges Beharren auf vermeintlichen Rechten

9.3. Die Patienten können zu überhöhtem Selbstwertgefühl neigen, kühl und distanziert. Begleiterscheinungen: Depressive Erkrankungen, Alkholmissbrauch

9.4. keine andere Psychiatrische Störung - keine Hirnschädigung - Beginn Kindheit/Adoleszenz und dauert bis zum Erwachsenenalter

9.5. Epidemiologie

9.5.1. 2,5-3%

9.6. Therapie

9.6.1. Psychotherapie

9.6.1.1. nur schwer zu behandeln