Pferd und Mensch

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Pferd und Mensch by Mind Map: Pferd und Mensch

1. Pferd

1.1. Zucht

1.1.1. Hohes Mass an Verantwortung bei der Anpaarungsentscheidung

1.1.2. Bedeckung im Herdenverband

1.1.3. Sprung aus der Hand

1.1.4. KB

1.1.5. Fortpflanzung und Anpaarung

1.1.5.1. Früh im Jahr

1.1.5.1.1. 5. Tag nach Rossebeginn

1.1.5.2. Spät im Jahr

1.1.5.2.1. 3. Tag nach Beginn der Rosse

1.1.5.3. Zeitpunkt der Trächtigkeit möglichst früh feststellen lassen

1.1.5.3.1. Untersuchung durch Tierarzt vom Mastdarm aus mit Ultraschall

1.1.5.3.2. Nachweiss von Trächtigkeitshormonen im Blut

1.1.5.4. in zeitl. Nähe des Follikelsprungs

1.1.5.5. Unter tierärztlichen Kontrolle

1.1.6. Trächtigkeit und Geburt

1.1.6.1. Pferde verfohlen leicht

1.1.6.1.1. kein Stress

1.1.6.1.2. keine starke Beanspruchung

1.1.6.1.3. leichte Bewegung

1.1.6.2. Geburtshilfen wirken störend

1.1.6.3. peinliche Sauberkeit

1.1.6.4. Fohlen

1.1.6.4.1. Kolostrum wird nur zeitlich begrenzt aufgenommen

1.1.6.4.2. Kolostrum ist notwendig für den Aufbau des Immunsystems

1.1.6.4.3. Haltung mit Gleichaltrigen und Ausgewachsenen

1.1.6.4.4. Keinen Zug

1.1.6.4.5. Kleine Luftfeuchtigkeit

1.1.6.4.6. Regelmässige Hufpflege

1.1.6.4.7. Regelmässige Bewegung

1.1.7. Identifizierung

1.1.7.1. Körperfarben

1.1.7.1.1. Fuchs

1.1.7.1.2. Rappe

1.1.7.1.3. Brauner

1.1.7.1.4. Schimmel

1.1.7.1.5. Isabell

1.1.7.1.6. Falbe

1.1.7.1.7. Schecke

1.1.7.2. Abzeichen

1.1.7.2.1. Kopf

1.1.7.2.2. Gliedmassen

1.1.7.2.3. Wirbel und die Form der Kastanien zur Indentifizierung

1.1.7.2.4. Brandzeichen

1.1.8. Exterieur

1.1.8.1. Lang-Rechteck-Fromat

1.1.8.1.1. Widerristhöhe geringer als Rumpflänge.

1.1.8.2. Quadrat-Format

1.1.8.2.1. Widerristhöhe entspricht der Runpflänge.

1.1.8.3. Kopf passt harmonisch zum Körper

1.1.8.4. Auge Spiegelbild der Eigenschaften

1.1.8.4.1. Aufmerksam

1.1.8.4.2. Furchtlos

1.1.8.4.3. Gutmütig

1.1.8.4.4. Nicht zu viel weiss

1.1.8.5. Nüstern

1.1.8.5.1. Adel

1.1.8.5.2. Sollten sich im Zustand der Ruhe nur wenig bewegen.

1.1.8.6. Keine enge Ganaschen.

1.1.8.7. Hals gebildet durch 7 Halswirbel

1.1.8.7.1. Beim Hengst breit und stark.

1.1.8.7.2. Bei der Stute gestreckter und feiner.

1.1.8.7.3. Günstig angesetzt von genügender Länge.

1.1.8.7.4. Elegant getragen.

1.1.8.7.5. Tief angesetzter Hals ist ungünstig.

1.1.8.8. Widerrist

1.1.8.8.1. Lang, möglichst schräg nach hinten liegende Dornfortsätze

1.1.8.8.2. Lange schräge Schulter

1.1.8.9. Brustkorb

1.1.8.9.1. Zuchtpferd: breit, tief und lang

1.1.8.9.2. Schnelligkeit: schmaler, Rippenwölbung flacher

1.1.8.9.3. Langes Brustbein

1.1.8.9.4. Langer Brustkasten

1.1.8.10. Rücken, 18 Rückenwirbel, von denen 8 durch die Rippen mit dem Brustbein verbunden.

1.1.8.10.1. Vorderbeine-Rücken-Hinterbeine bilden Rechteck.

1.1.8.10.2. Stuten haben einen relativ längeren Rücken.

1.1.8.10.3. Kurzer Rücken erschwert losgelassenheit, fördert schwunglose Bewegungen.

1.1.8.10.4. Gute Sattellagen.

1.1.8.10.5. Keine Senkrücken.

1.1.8.10.6. Keine hohen und Karpfenrücken.

1.1.8.11. Nieren- oder Lendenpartie, 5 bis 7 Ledenwribel

1.1.8.11.1. Quadratische Araber haben 5 andere 7.

1.1.8.11.2. Die meisten Pferde haben 6 Lendenwirbel.

1.1.8.11.3. Breit und gut bemuskelt.

1.1.8.11.4. Länge harmonisch im Verhältnis zum Gesamtkörper.

1.1.8.12. Kruppe

1.1.8.12.1. 5 verwachsene Kreuzbeinwirbel.

1.1.8.12.2. Die ersten 4 der 15 bis 21 Schweifwirbel.

1.1.8.12.3. 3 Hüfknochen.

1.1.8.12.4. Sollte lang und breit und gut bemuskelt sein.

1.1.8.12.5. Quelle der Arbeitsl.eistung

1.1.8.13. Schweif

1.1.8.13.1. Gut getragen.

1.1.8.13.2. Schlechte Schweifträger sind meistens PFerde ohne Nerv und Temperament.

1.1.8.13.3. Nicht eingeklemmt! Zeichen von Aengstlichkeit und mangelnder Losgelassenheit.

1.1.8.13.4. Nicht schief getragen! erheblicher Schönheitsfehler, deuten auf Verspannungen hin.

1.1.8.14. Vordergliemassen

1.1.8.14.1. Sind von ausschlaggebender Bedeutung.

1.1.8.14.2. Senkrechte Linie, parallel.

1.1.8.14.3. Nicht vor- oder zurückgestellt.

1.1.8.14.4. Stütz- und Auffangfunktion.

1.1.8.14.5. Schulter

1.1.8.14.6. Ellenbogenhöcker

1.1.8.14.7. Vorarm (Unterarmbein)

1.1.8.14.8. Vordermittelfuss (Röhrbein)

1.1.8.14.9. Fesselkopf

1.1.8.14.10. Vorderfesseln

1.1.8.15. Hintergliedmassen

1.1.8.15.1. Kraftquelle

1.1.8.15.2. Möglist kräftig bemuskelter Oberschenkel.

1.1.8.15.3. Verdeckt bei Hengst das Geschlechtsteil.

1.1.8.15.4. Zu offener Winkel ist ungünstig.

1.1.8.15.5. Knie breit und kräftig.

1.1.8.15.6. Kräftige, volle Bemuskelung muss vom Ober- zum Unterschenkel führen, keine Fuchslendigkeit.

1.1.8.15.7. Kurze, steile Unterschenkel hat einen kurzen, tappenden Schritt zur Folge.

1.1.8.15.8. Sprunggelenk

1.1.8.15.9. Fassbeinig, Kuhhessig

1.1.8.15.10. Hasenhacke oder verletzt Linie

1.1.8.15.11. Piephacke

1.1.8.15.12. Rehbein

1.1.8.15.13. Hintermittelfuss und Fessel

1.1.8.15.14. Ueberbeine und Gallen

1.1.8.15.15. Untitled

1.1.8.16. Hufe

1.1.8.16.1. Bei der Beurteilung grösste Aufmerksamkeit schenken.

1.1.8.16.2. In Grösse, richtiges Verhältnis zum übrigen Körper.

1.1.8.16.3. Hart aus festem Horn, nicht spröde, glatt ohne Unregelmässigkeiten in der Hornwand.

1.1.8.16.4. Strahl, gesund und kräftig.

1.1.8.16.5. Bockhuf und Bärenfüssigkeit werden miestens vererbt.

1.1.8.17. Grösse des Pferdes

1.1.8.17.1. Kein Qualitätsmerkmal,

1.1.8.17.2. Zu grosse Pferde

1.1.8.17.3. Kleine und mittelgrosse Pferde.

1.1.8.18. Gang

1.1.8.18.1. Beurteilung des Ganges unter dem Reiter.

1.1.8.18.2. Vorführung im Dreieck.

1.1.8.18.3. Beurteilt werden Korrektheit, Mechanik des Ganges, Arbeitswille.

1.1.8.18.4. Gerade

1.1.8.18.5. Raumgreifend, taktmässig, schwungvoll und energisch.

1.1.8.19. Zahnaltersbestimmung

1.1.8.19.1. Stichtag für die Alteresberechnung ist der 1. Januar.

1.1.8.19.2. Geboren in der Zeit vom 1.1. bis 31.10. eines Jahres gilt der 1.1. als Geburtstag.

1.1.8.19.3. Geboren in der Zeit vom 1.11. bis 31.12. eines Jahres gilt der 1.1. des folgenden Jahres als Geburtstag.

1.1.8.19.4. Linien des Kopfes beim jungen Pferd sind weich und verwischt.

1.1.8.19.5. Lienen des Kopfes beim älteren Pferd sind schärfer, er erscheint länger und schmaler.

1.1.8.19.6. Ab dem 12. Altersjahr werden die Linien immer schärfer.

1.1.8.19.7. Das Pferd besitzt je 6 Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer, 6 vordere Backenzähne und 6 hintere Bqackenzähne.

1.1.8.19.8. Hakenzähne stehen zwischen Schneide- und Backenzähnen, ein männliches Geschlechtsmerkmal.

1.1.8.19.9. Altersbestimmung mittels Abnutzung der Scheidezähne ist ungenau.

1.1.8.19.10. Nach dem Verschwinden der Kunden nach 12 Jahren ist das ungefähre Alter nur an den Kauflächen zu erkennen.

1.1.9. Interieur

1.1.9.1. Wichtiger Bestandteil zur Einschätzung des Pferdes.

1.1.9.2. Schlechte Charaktereigenschaften sind durch konsequente Leistungsprüfung grösstenteils ausgemerzt.

1.1.9.3. Charkterfehler wie Beissen, Schlagen, Scheuen und Nichtziehen sind oft erheblich.

1.1.9.4. Fehler, wie Vorzüge werden vererbt. insbesondere die des Charakters.

1.1.9.5. Kenner ziehen Schlüsse aus dem Studium der Ahnentafel.

1.1.9.6. Wichtig sind Gesundheit, Konstitution, Regenerationsvermögen, Futterverwertung, Leistungsvermögen, Temperament und Intelligenz.

1.1.9.7. Man hüte sich vor dummen, nervösen, schreckhaften Pferden sowie vor denen mit mangelnder Gesundheit, Konstitution und Leistungsbereitschaft.

1.1.9.8. Das moderne Pferd wird allen reiterlichen und sportlichen Anforderungen von Natur aus gerecht.

1.1.10. Zuchmethoden

1.1.10.1. Gezieltes beeinflussen des Potenzials des Zuchtpferdes.

1.1.10.2. Erhaltung der Eigenschaften.

1.1.10.2.1. Erhaltungszucht

1.1.10.3. Verbesserung der Eigenschaften.

1.1.10.3.1. Verbesserungszucht

1.1.10.4. Zuchtziel

1.1.10.5. Inzucht

1.1.10.5.1. Anpaarung von Verwandten zweiten bis fünften Gradesist Inzestzucht.

1.1.10.5.2. Konsolidierung von Merkmalen innerhalb einer Population.

1.1.10.6. Linienzucht

1.1.10.6.1. Einteilung in Teilpopulationen, Linien.

1.1.10.7. Reinzucht

1.1.10.7.1. Anpaaren von Pferden derselben Rasse. oder Population.

1.1.10.7.2. Entstammen demselben Zuchtbuch.

1.1.10.7.3. Konsolidierung der Merkmale bei Erhaltung des gesmten genetischen Potenzials.

1.1.10.7.4. Sicherste Methode.

1.1.10.7.5. Kaum herausragende Leistungssteigerungen.

1.1.10.8. Kreuzungszucht

1.1.10.8.1. Kreuzung verschiedener Pferderassen.

1.1.10.8.2. Veredlungskreuzung

1.1.10.9. Gebrauchskreuzung

1.1.10.9.1. Kombination von guten Leistungsmerkmalen verschiedener Rassen.

1.1.10.9.2. Bildung einer neuen Rasse.

1.2. Ausbildung/Training

1.2.1. Grundausbildung

1.2.1.1. Reiten

1.2.1.1.1. Stilrichtung

1.2.1.2. Fahren

1.2.1.3. Voltige

1.3. Verhalten

1.3.1. Ausdrucksverhalten und Kommunikation

1.3.1.1. Gesichtsausdruck

1.3.1.1.1. Ungerichtet

1.3.1.1.2. Gerichtet

1.3.1.2. Akustisch

1.3.1.2.1. Wiehern

1.3.1.2.2. Blasen

1.3.1.2.3. Stöhnen

1.3.1.2.4. Schnauben

1.3.1.2.5. Quieken oder Quitschen

1.3.1.3. Körperhaltung

1.3.1.3.1. Entspannung, Ruhestellung

1.3.1.3.2. Anspannung, Achtungsstellung

1.3.1.4. Fortbewegung als Ausdrucksverhalten

1.3.1.4.1. Hengst gegenüber Stuten

1.3.1.4.2. Hengst gegenüber Hengsten

1.3.1.4.3. Stuten gegenüber Stuten

1.3.1.4.4. Hengst zur Feindmeidung

1.3.1.5. Phänomene der sozialen Kommunikation

1.3.1.5.1. Attraktiv

1.3.1.5.2. Koheaesiv

1.3.1.5.3. Repulsiv

1.3.2. Unerwünschtes Verhalten

1.3.2.1. Schadensvermeidung

1.3.2.1.1. Scheuen

1.3.2.1.2. Bösartigkeit

1.3.2.1.3. Zungenstrecken

1.3.2.1.4. Widersetzlichkeit

1.3.2.2. Echte Verhaltenstörung

1.3.2.2.1. Koppen

1.3.2.2.2. Barrenwetzen, Gitterbeissen

1.3.2.2.3. Schlagen an die Wände

1.3.2.2.4. Scharren

1.3.2.2.5. Weben

1.3.2.2.6. Stereotypen

1.3.2.2.7. Sich nicht legen

1.3.3. Fluchtier

1.3.4. Meideverhalten

1.3.5. Sicherheit im sozialen Verband (Herde)

1.3.6. Keine Meidung des eigenen Kotes

1.3.7. Hengst lebt in Stutengruppe

1.3.8. Paarung erfolgt im Herdenverband

1.4. Fütterung/Ernährung

1.4.1. Dauerfresser

1.4.2. Pflanzenfresser

1.4.3. Anatomische und physiologische Grundlagen.

1.4.3.1. Kopf

1.4.3.1.1. Nahrungsaufnahme mit Lippen, Zunge und Schneidezähnen.

1.4.3.1.2. Starke Beweglichkeit der Lippen um Futter zu sortieren.

1.4.3.1.3. Lange Kauzeit (Mahlarbeit), mind. 0,8 bis 1,0 kg % kg Körpergewicht.

1.4.3.1.4. Bis 5 l Speichel/%kg/Tag

1.4.3.2. Speiseröhre

1.4.3.2.1. Mit Schleimhaut ausgekleideter Muskelschlauch.

1.4.3.2.2. Schlundverstopfung durch Quellungsfähige Futtermittel.

1.4.3.2.3. Mündet in einem drüsenlosen Magenabschnitt.

1.4.3.2.4. Schliessmuskel verhindert den Rückfluss von Mageninhalt in den Schlund.

1.4.3.2.5. Keine quellfähigen Futtermittel trocken verfüttern!

1.4.3.3. Magen

1.4.3.3.1. Inhalt ca 15 l, relativ klein.

1.4.3.3.2. Um Magenüberladung zu vermeiden, höchstens 0.5 kg Krippenfutter % kg Körpergewicht nicht überschreiten.

1.4.3.3.3. Uebermaessige Wasseraufname während den Mahlzeiten führt ev. zu Verdauungsstörungen.

1.4.3.3.4. Nur hygienisch einwandfreies Futter verwenden.

1.4.3.3.5. So viele Mahlzeiten wie möglich.

1.4.3.3.6. Verkleisterungsfähige Futtermittel, wie Weizen, im Krippenfutter nicht über 10%.

1.4.3.3.7. Ruhe während einer Stunde nach der Futteraufnahme.

1.4.3.4. Dünndarm

1.4.3.4.1. Uebernimmt die weitere Verdauung leichtverdaulicher Nährstoffe.

1.4.3.4.2. Unterteilt sich in

1.4.3.4.3. Länge 24 m, wobei über 20 m Leerdarm.

1.4.3.4.4. Zwölffingerdarm ist 1 m lang.

1.4.3.4.5. Rohfasern passiern Dünndarm unverdaut.

1.4.3.5. Dickdarm

1.4.3.5.1. Unterteilt sich in

1.4.3.5.2. Blinddarm und grosser Dickdarm bezeichnet man als Gärkammern.

1.4.3.5.3. Rohfaseraufschluss.

1.4.3.5.4. Produktion von Vitamin C, Vitamin K und B-Komplex.

1.4.3.5.5. Letzter Wasserentzug und Kotformung im kleinen Grimmdarm.

1.4.3.5.6. Mastdarm regelt Kotabsatz.

1.4.3.5.7. Anteil unzerkleinerte Rohfaser, 16 bis 20% der TS der Gesamntration.

1.4.3.6. Leber

1.4.3.6.1. Grösste Drüse des Körpers.

1.4.3.6.2. Gewicht ca. 5 kg.

1.4.3.6.3. Keinen Gallenblase.

1.4.3.6.4. Dient Fettverdauung.

1.4.3.6.5. Produziert tägl. 6 kg Galle.

1.4.3.6.6. Beteiligt an der REgulation des Kohlehydratstoffwechsels.

1.4.3.6.7. Speicherung von Glykogen.

1.4.3.6.8. Beteiligt an der Regulation des Fettstoffwechsels.

1.4.3.6.9. Beteiligt am Auf- und Abbau von Eiweissstoffen sowie an der Bildung von Harnstoffen.

1.4.3.6.10. Depotbildung verschiedener Vitamine und Spurenelemente.

1.4.3.6.11. Entgiftungsfunktion.

1.4.3.6.12. Erhebliches Regenerationsvermögen.

1.4.3.7. Niere

1.4.3.7.1. Dient der Ausscheidung von Giften und Stoffwechselprodukten.

1.4.3.8. Verdaulichkeit der Futtermittel

1.4.3.8.1. Je höher der Rohfasergehlat, desto geringer die Verdaulichkeit.

1.4.3.8.2. Stroh

1.4.3.8.3. Wiesenheu

1.4.3.8.4. Grünfutter (Weide)

1.4.3.8.5. Hafer

1.4.3.8.6. Futerrüben

1.4.3.8.7. Maissilagen

1.4.4. Grundlagen der Versorgung

1.4.4.1. Wasser

1.4.4.1.1. Wasseraufnahme 5 bis 12 l Wasser % kg Lebendgewicht.

1.4.4.1.2. Sorgt für eine ungestörte Funktion des Stoffwechsels.

1.4.4.1.3. Regulation des Wärmehaushalts.

1.4.4.1.4. Wasser sollte ad libitum zu Verfügung stehen.

1.4.4.1.5. Selbsttränken

1.4.4.1.6. Tränken vor und 1 bis 3 Studen nach der Fütterung.

1.4.4.1.7. Gute Qualität

1.4.4.1.8. Temperatur 8 bis 12 Grad.

1.4.4.2. Energie

1.4.4.2.1. Fette und Kohlehydrate.

1.4.4.2.2. Futterzustand und Temperament sind ein Spiegel der Energieversorgung.

1.4.4.2.3. Unter- oder Ueberversorgung führen zu Leistungsminderung.

1.4.4.2.4. Pferd kann 90 bis 100 MJ verdauliche Energie annehemen.

1.4.4.3. Eiweiss

1.4.4.3.1. Grundbausteine sind Aminosäuren.

1.4.4.3.2. Eiweissbedarf eines jungen Pferdes beim Muskulaturaufbau höher.

1.4.4.3.3. Ueberschuss bis 200 % verursacht offensichtlich keine Probleme.

1.4.4.3.4. Bei Arbeit im Erhaltungsstoffwechse, 5 kg verdauliches Rohprotei pro MJ verdaulicher Energie.

1.4.4.4. Ballaststoffe

1.4.4.4.1. Strukturierte, rohfaserreiche, kaustimulierende pflanzliche Materialien.

1.4.4.4.2. Wesentliche verdauungsphysilogische Abläufe können ohne Rohfaser schlecht oder gar nicht abluafen.

1.4.4.4.3. Dickdarmflora lebt zu einem wesentlichen Teil von diesen Balaststoffen.

1.4.4.4.4. Struktur wichtig um Untugenden vorzubeugen.

1.4.4.4.5. Rohfaserrqation bei 20 bis 30 % der TS 2/3 davon strukturiert (Raufutter).

1.4.4.4.6. Abwelksilagen sind Rohfaserträger (Grassliagen mit TS-Gehalt über 50 %). TS = Trockensubstanz

1.4.4.5. Mengenelemente

1.4.4.5.1. Kalzium und Phosphor (Ca, P)

1.4.4.5.2. Magnesium (Mg)

1.4.4.5.3. Natrium und Chlor (Na, Cl)

1.4.4.5.4. Kalium (K)

1.4.4.6. Spurenelemente

1.4.4.6.1. Eisen (Fe)

1.4.4.6.2. Kupfer (Cu)

1.4.4.6.3. Zink (Zn)

1.4.4.6.4. Mangan (Mn)

1.4.4.6.5. Selen (Se)

1.4.4.6.6. Kobalt (Co)

1.4.4.6.7. Jod (J)

1.4.4.7. Fettlösliche Vitamine

1.4.4.7.1. Vitamin A

1.4.4.7.2. Vitamin D

1.4.4.7.3. Vitamin E

1.4.4.7.4. Vitamin K

1.4.4.8. Wasserlösliche Vitamnine

1.4.4.8.1. Vitamin B1 (Thiamin)

1.4.4.8.2. Vitamin B2 (Riboflavin)

1.4.4.8.3. Vitamin B12

1.4.4.8.4. Folsäure

1.4.4.8.5. Biotin

1.4.4.8.6. Nikotonsäure

1.4.4.8.7. Vitamin C (Ascorbinsäure)

1.4.4.9. Futtermittel

1.4.4.9.1. Saftfutter

1.4.4.9.2. Raufutter

1.4.4.9.3. Einzelfutter

1.4.4.9.4. Mischfutter

1.4.5. Praktische Fuetterung

1.4.5.1. Prinzipien der Rationsgestaltung

1.4.5.1.1. Bedarfsermittlung

1.4.5.1.2. Kombination der Futtermittel

1.4.5.2. Fuetterungstechnik

1.4.5.2.1. Zweckmaessige Einrichtung, Krippen, Troege, Raufen und Selbsttraenken.

1.4.5.2.2. Sauberkeit.

1.4.5.2.3. Ruhe im Stall.

1.4.5.2.4. Oft und in kleinen Mengen.

1.4.5.2.5. 2/3 der Raufuttermenge am Abend, bei nur 2 x tgl. Fuetterung.

1.4.5.2.6. Kraftfutter am Abend nach dem Reiten.

1.4.5.2.7. Mindestens eine Stunde Ruhe.

1.4.5.2.8. Morgens

1.4.5.2.9. Mittags

1.4.5.2.10. Abends

1.4.5.3. Fuetterung von Pferden im Erhaltungsstoffwechsel

1.4.5.3.1. Bei Pferden ohne Leistung ist gutes Heu, vitaminisiertes Mineralfutter und geringe Gaben von Krippenfutter.

1.4.5.3.2. Grosspferd, 8 bis 10 kg Raufutter, 1 bis 2 kg Ergaenzungsfutter.

1.4.5.4. Reitpferdefuetterung

1.4.5.4.1. Jungpferd brauchen mehr Eiweiss fuer den Muskelaufbau.

1.4.5.4.2. Genaue Anpassung an den Bedarf.

1.4.5.4.3. Rationsbeispiele

1.4.5.5. Hochleistungspferdefuetterung

1.4.5.5.1. Nutzungsgruppe: Rennpferde (Galopper, Traber) und Pferde im Hochleistungssport.

1.4.5.5.2. Vielseitigkeitspferde

1.4.5.5.3. Distanzpferde

1.4.5.6. Fuetterung von Kleinpferden und Ponys

1.4.5.6.1. Fuetterungsbedingte Probleme: Verfettung, Hufrehe und andere Stoffwechselerkrankungen.

1.4.5.6.2. Leichtfuttrig

1.4.5.6.3. Eiweiss- und energiearmes Futter.

1.4.5.6.4. Heu, Stroh, Anwelksilagen, Rueben etc.

1.4.5.7. Zuchtpferdefuetterung

1.4.5.7.1. Gueste Stute - Stute in Fruehtraechtigkeit.

1.4.5.7.2. Hochtragende Stute.

1.4.5.7.3. Saeugende Stute.

1.4.5.8. Jungpferdefuetterung

1.4.5.8.1. Aufnahme der Biestmilch (Kolostralmilch).

1.4.5.8.2. In den ersten Stunden Darmschranke durchlaessig fuer die Antikoerper, die ueber die Biestmilch der Mutter aufgenommen werden.

1.4.5.8.3. Aufnahme von Kot der Mutter zur Aufbau der Darmflora.

1.4.5.8.4. Keine Salzlecksteine, Durchfallgefahr.

1.4.5.8.5. Ab dem 2. Lebensmonat kann dem Fohlen separates Futter angeboten werden.

1.4.5.8.6. Zufuetterung von Minderalstoffen fuer Stuten und Fohlen ist so frueh wie moeglich zu empfehlen.

1.4.5.8.7. Ca : P-Verhaeltnis fuer Saugfohlen nicht zu weit.

1.4.5.8.8. Absatzfohlen und Jaherlinge

1.4.5.9. Fuetterungsfehler

1.4.5.9.1. Fuetterungsfehler stoeren die angestrebte Nutzung.

1.4.5.9.2. Proteinueberschuss

1.4.5.9.3. Falsche Mineralstoff-Bilanzen

1.4.5.9.4. Strukturfuttermangel

1.4.5.9.5. Kolik

1.4.5.9.6. Durchfaelle

1.4.5.9.7. Fuetterungsfehler, die Kolliken bzw. Hufrehe beguenstigen oder verursachen werden.

1.4.5.10. Futtermittel als Dopingsubstanzen.

1.4.5.10.1. Kakaoschalen: Xanthinderivate (Coffein und Theobromin)

1.4.5.10.2. Luzerne: Salicylsaeure.

1.4.5.10.3. Malzkeime, keimende Gerste und Bierhefe: Hordenin.

1.5. Haltung: Staelle, Nebenraeume und Bewegungsflaechen

1.5.1. Aufstallungsarten

1.5.1.1. Laufstall

1.5.1.1.1. Unterbringung von Zuchstuten und Jungpferden mit grossen Weideflaechen.

1.5.1.1.2. Probleme bei der individuellen Futterzuteilung.

1.5.1.1.3. Entmistung mit Frontlader.

1.5.1.1.4. Flaechenbedarf: Anzahl Pferde x (Widerristhoehe x 2) m2.

1.5.1.1.5. Relativ geringer Bauaufwand.

1.5.1.2. Gruppenauslaufhaltung

1.5.1.2.1. Kleinere Gruppen von 4 bis 8 Tiere.

1.5.1.2.2. Eingestreuter Liegebereich.

1.5.1.2.3. Raeumlich getrennter Futterplatz.

1.5.1.2.4. Jederzeit zugaenglicher Auslauf (in dem die Traenke, die frostsicher sein muss, angebracht wird).

1.5.1.2.5. Vorratsfuetterung von Raufutter.

1.5.1.2.6. Fuetterung von Kraftfutter.

1.5.1.2.7. Empfohlene Masse. n = Anzahl Pferde, Wh = Widerristhoehe (Stockmass)

1.5.1.3. Einzelaufstallung

1.5.1.3.1. Boxen

1.5.1.3.2. Staender

1.5.1.4. Zusammenfassung

1.5.1.4.1. Wesentlich fuer das Wohlbefinden der Pferde ist nich allein das gewaehlte Haltungssystem an sich, sondern sind auch die Rahmenbedingungen im jeweiligen Betrieb, insbesondere die Zuwendung und Qualifikation der Betreuer/Halter, die Sicherstellung ausreichender Bewegung an der frischen Luft (Weidegang), gute Pflege und individuelle bedarfsgerechte Fuetterung unter Beruecksichtigung der unterschiedlichen Ensatzgebiete des Pferdes wichtig.

1.5.1.5. Moeglichkeiten der Pferdehaltung

1.5.1.5.1. Einzelboxen

1.5.1.5.2. Gruppenauslaufhaltung

1.5.1.5.3. Einraum-Gruppenlaufstall

1.5.1.5.4. Weide mit Witterungsschutz

1.5.2. Stallklima

1.5.2.1. Offenstall - geschlossener Stall

1.5.2.1.1. In Offenstaellen entspricht das Stallklime ennaehrend dem Aussenklima, wobei Waende und Dach Schutz vor Regen, Wind und Sonne bieten.

1.5.2.1.2. Geschlossene Staelle sorgen dafuer, dass die Aussentemperaturschwankungen gemaessigt werden und es im Stall weder sehr warm noch sehr kalt wird. Die ausreichende Frischluftversorgung is jedoch sicherzustellen. Das gelingt regelmaessig nur bei ausreichender Waermedaemmung und/oder Einbau von ausreichend dimensionierten Schwerkraft- oder Ventilatorenlueftungen.

1.5.2.2. Anforderungen

1.5.2.2.1. Temperatur

1.5.2.2.2. Luftfeuchtigkeit

1.5.2.2.3. Die relative Luftfeuchtigkeit im Stall soll zwischen 60 und 80 % liegen, besonders ungeunstig ist feuchte und zugleich warme Luft.

1.5.2.2.4. Schadgaskonzentration

1.5.2.2.5. Luftbewegung (Luftaustausch)

1.5.2.2.6. Licht

1.5.2.3. Praktische Hinweise

1.5.2.4. Pferd gibt etwas 750 kcal/h Waerme ab.

1.5.3. Stalleinrichtung

1.5.3.1. Vorder- und Zwischenwaende, Gitteraufsatz

1.5.3.1.1. Pferde sollen sich gegenseitig hoeren, riechen und sehen koenen und ausserdem einen groesseren Teil des Stalles ueberblicken koennen.

1.5.3.1.2. Ternnwaende durchlaessig.

1.5.3.1.3. Stalleinrichtungen so gestalten, dass keine Verletzungsgefahr besteht.

1.5.3.2. Troge und Traenken

1.5.3.2.1. Der Stallgasse zugewandt, damit die Box zum Fuettern nicht betreten werden muss.

1.5.3.2.2. Selbsttraenke moeglichst weit von Futtertrog entfernt.

1.5.3.2.3. Troege und Traenken nicht zu hoch anbringen.

1.5.3.3. Boxenboden, Stallgasse

1.5.3.3.1. Box soll trocken, wasserundruchlaessig, rutschfest, eben, widerstandsfaehig und leicht zu reinigen sein.

1.5.4. Nebenraueme

1.5.4.1. Futter- und Einstreulagerung

1.5.4.1.1. Lagerraeume fuer Futtermittel und Einstreu muessen trocken und gut durchlueftet sein.

1.5.4.2. Einstreu, Entmistung, Dunglagerung

1.5.4.2.1. Anlage des Mistplatzes

1.5.4.3. Sattelkammer und Pflegeplaetze

1.5.4.3.1. Die Sattelkammer zur Aufbewahrung aller Ausruestungsgegenstaende inkl. Putzzeug, Sattel- und Pferdedecken sollte gross genug sein. Weitere Nebenraeume fuer die Pferdepflege sind der Putzplatz, der Waschplatz, evtl. ein Solarium. Ein angemessener Arbeitsplatz fuer den Schmied ist fuer alle Pferde haltenden Betriebe wichtig.

1.5.4.3.2. Stallgeraetschaften

1.5.4.3.3. Putzplatz

1.5.4.3.4. Waschplatz

1.5.4.3.5. Solarium

1.5.4.3.6. Schmiede

1.5.5. Weide

1.5.5.1. Die Haltung von Pferden und Ponys auf der Weide entspricht am ehesten den Anspruechen an eine verhaltensgerechte Unterbringung und artgemaesse Ernaehrung.

1.5.5.2. Eine erfolgreiche Aufzucht junger Pferde ist nur dort moeglich, wo grosszuegige Weideflaechen zu Verfuegung stehen.

1.5.5.3. Einzaeunung

1.5.5.3.1. Je nach Pferdebestand zwischen 1.20 bis 1.50 m hoch.

1.5.5.3.2. Pfostenabstand von 2.50 bis 4m.

1.5.5.3.3. Elektrobaender muessen mind. 2000 Volt Huetespannung haben.

1.5.5.3.4. Die Einzaeunung von Pferdeweiden soll stabil, gut sichtbar, Respekt einfloessend sein; sie muss regelmaessig kontrolliert werden.

1.5.5.3.5. Baeume und Straeucher spenden Schatten, bieten Schutz vor schlechter Witterung und starkem Wind.

1.5.5.4. Traenken. Witterungsschutz

1.5.5.4.1. Pferde benoetigen je nach groesse, Kondition und Witterung mind. 20 bis 60 l Wasser pro Tag.

1.5.5.4.2. Natuerlicher Witterungsschutz. Z.B. Baum- oder Buschgruppe.

1.5.5.4.3. Kuenstlicher Witterungsschutz.

1.5.5.4.4. Kann kein Witterungsschutz geboten werden, dann muessen die Pferde bei xtremer Witterung oder bei Insektenplage in den Stall gebracht werden.

1.5.5.5. Bewirtschaftungsmassnahmen

1.5.5.5.1. Graeranteil von 70 bis 80 %.

1.5.5.5.2. Bei ausschliesslicher Nutzung durch Pferde gehen die schmackhaften Graeser zurueck, da sie bis auf die Wurzel abgefressen werden, waherend Weissklee und Unkraeuter, Wegerich und Gaensebluemchen zunhemen.

1.5.5.5.3. Kurzer Verbiss, Trittbelastung, selektive Futteraufnahme fuehren zu einer relativ starken Belastung.

1.5.5.5.4. Die Qualitaet der Weide hinzsichtlich ihrer biologischen Zusammensetzung ist von Klime, Boden und Nutzungsintensitaet abhaengig. Daher muessen Weiden staendig beobachtet werden, um die erforderlichen Bewirtschaftungsmassnahmen einleiten zu koennen.

1.5.6. Auslauf (Paddock), Fuehranalage

1.5.6.1. Paddok

1.5.6.1.1. Der einer Box direkt zugeordnete Auslauf (Paddock( kann bereits sinnvoll sein, wenn er nur so gross ist, wie die Box selbst.

1.5.6.1.2. Je groesser desto besser.

1.5.6.1.3. Auslauf von ca. 10 x 30 m ermoeglicht bereits einige Galoppspruenge.

1.5.6.2. Fuehranlagen

1.5.6.2.1. Vernuenftig eingesetzt als Ergaenzung des TRainings und fuer zusaetliche Bewegung sinnvoll.

1.6. Gesundheit und Krankheiten

1.6.1. Pferdepflege

1.6.1.1. Die taegliche Putzpflege dient einmal der Reinigung der Haare und Haut, zum anderen einer Massage, welche die Durchblutung der Haut und es Unterhautbindegewebes foerdert.

1.6.1.2. Ein geputztes Pferd muss am ganzen Koerper sauber sein, auch unter der Maehne, dem Bauch, an den Beinen, am Kopf und am Schweifansatz.

1.6.1.3. Putzen erhoeht das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd.

1.6.1.4. Pferd soll zum Putzen aus der Box geholt werden.

1.6.1.5. Pflege der Deckhaare, Haut- und Koerperoeffnungen

1.6.1.5.1. Putzen beginn auf der linken Seite von vorne nach hinten.

1.6.1.5.2. Aufrauen mit Striegel nur die bemuskelten Koerperteile.

1.6.1.5.3. Nach dem Druchstriegeln nimmt man die Kardaetsche auf der linekn Seite in die linke, den Striegel in die andere Hand. In langen, ruhigen Strichen wird der aufgraute Staub mit der Kardaetsche aus dem Fell geputzt. Dabei streift man die Kardaetsche jedesmal am Striegel ab. Striegel am Boden ausklopfen.

1.6.1.5.4. Bauch Innenseite der Beine und Fesselbeugen nicht vernachlaessigen.

1.6.1.5.5. Augenwinkel, Nuestern, Maulspalte, Unterseite der Scheifruebe und After muessen taeglich mit einem Schwamm ausgewaschen werden.

1.6.1.6. Pflege der Langhaare

1.6.1.6.1. Schweif taeglich mit der Hand verlesen.

1.6.1.6.2. Maehnenkamm und Schweifwurzel kraefit buersten. In den Schweif selbst gehoeren weder Kamm noch Buerste, da man damit zu viele Haare ausreist.

1.6.1.6.3. Ca. alle 14 Tage bis Wochen sollten Maehne und Schweif mit warmem Wasser und mildem Shampoo gewaschen werden.

1.6.1.7. Frisieren

1.6.1.7.1. Maehene soll etwa eine Handbreit lang und nicht zu dick sein.

1.6.1.7.2. Die Maehne kann auch kurz geschoren werden. Allerdings: bei vernehrter bzw. ueberwiegender Weidehaltung empfiehlt es sich, die Maehne laenger wachsen zu lassen.

1.6.1.7.3. Der Scheif soll an der Ruebe schmal sein und nach unten breit fallen.

1.6.1.7.4. Die zu langen seitlichen und unteren Haare an der Schweifruebe werden bis dorthin entfernt, wobei in der Bewegung bei natuerlich getragenem Schweif die Ruebe in die nach unten zu senkrechte Stellung uebergeht.

1.6.1.7.5. Unten beschneidet man den Schweif so, dass er im Gang etwa eine Handbreit unterhalb der Sprungelenke waagrecht endet.

1.6.1.7.6. Fesselhaare werden beim Sportpferd geschoren. Achtung bei ueberweigend auf der Weide gehaltenen Pferden.

1.6.1.7.7. Die ueber die Ohrmuschel hinausragenden und die am unteren scharfen Rand der Kinnbacken vornehmlich im Winter wachsenden harten, langen Haare duerfen abgeschnitten werden.

1.6.1.7.8. Niemals duerfen Haare in den Ohren sowie Tasthaare am Maul und an den Nuestern durch Ausreissen, Abschneiden oder Abbrennen entfernt werden.

1.6.1.7.9. Scheren empfehlenswert bei Pferden die ein besonders langes und dichtes Winterhaar haben.

1.6.1.7.10. Bei Boxenhaltung mit Aussenklappen oder Offenstallhaltung sollten ganz geschorene Pferde bei extrem kalter Witterung (unter 0 Grad) eingedeckt werden. Ansonsten ist das Pferd durch seine natuerliche Thermoregulation in der Lage sich den entsprechenden Haltungsbedingungen anzupassen, sodass Eindecken im Stall zur Minderung der Widerstandskraft gegen Erkaeltungen fuehren kann.

1.6.1.8. Bandagieren

1.6.1.8.1. Bandagieren schuetzen Pferdebeine gegen auessere Verletzungen durch Stoesse, Schlaege oder Streichen.

1.6.1.8.2. Bandage ist bei jungen Pferden, deren Bewegungen noch unkontrolliert sind zu empfehlen.

1.6.1.8.3. Bandgieren von oben nach unten und von rechts nach links bis zum Fesselkopf und wieder aufwaerts, wobei die Wickelungen etwas schraeg gelegt werden. Fesselbeuge bleibt frei.

1.6.1.9. Abwarten

1.6.1.9.1. Das Abwarten nach der Arbeit ist, genau wie das Putzen, von grossem Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Pferdes und darf nicht versaeumt werden.

1.6.1.9.2. Pferde nicht in nass geschwitzten Zustand in den Stall stellen.

1.6.1.9.3. Genugend lange Schrittbewegung (10 bis 15 Minuten) oder Trockenfuehren sorgt fuer eine allmaehliche Abkuehlung.

1.6.1.9.4. Beine abspriten oder abwaschen.

1.6.1.9.5. Bei kuehlem Wetter unbedingt Trockenreiten und abreiben mit Stroh.

1.6.1.10. Ausruestung

1.6.1.10.1. Das Putzzeug besteht aus Kardaetsche, Striegel, Wurzelbuerste, Lappen aus Wolle oder Leinen, Schwaemmen, Maehnenkamm und Hufkratzer.

1.6.1.11. Das Putzen, Waschen sowie Frisieren des Pferdes ist den jeweiligen Haltungs- und Nutzungsbedingungen anzupassen. Bei vermehrter Weidehaltung gilt es einerseits, die schuetzende oberflaechliche Talg- und Fettschicht des Harrkleides und der Haut zu erhalten. Andererseits sind Sattel-, Geschirr- und Zaumzeuglagen gut zu saeubern. Stallhaltung und vermehrt sportliche Nutzung verlangen nach mehr Pflege bzw. Sauberkeit. Dabei ist das Pflegen (Massage) vor und nach dem Reiten (Abwarten) gleich wichtig. Zum Wohlbefinden des Pferdes gehoert auch das Waelzen nach der Arbeit.

1.6.2. Haut und Huf

1.6.2.1. Haut: Aufbau und Funktionen

1.6.2.1.1. Die Haut ist ein Organ mit vielfaeltigen Funktionen (Schutz-, Speicher, Sinnes-, Regulationsorgan). Die wichtigste Funktion ist die Beteiligung an der Waermeregulation des Pferdes.

1.6.2.1.2. Die Haut besitzt ein viel dichteres Blutgefaesssystem als zu ihrer Ernaehrung erforderlich ist.

1.6.2.1.3. Normale Koerpertemperatur 37.5 bis 38.0 Grad, beim Fohlen 37.5 bis 38.5 Grad. Hauttemperatur zeigt erhebliche totgraphische Unterschiede, zwischen 18.0 und 32.0 Grad.

1.6.2.1.4. Koepertemparatur kann bei schwerer koeperlicher Anstrengung auf 41.0 Grad ansteigen.

1.6.2.1.5. Das mit Koerpertemperatur in die Gliedmassen durch die Arterien einstroemende Blut wird durch das zurueckstroemende Veneblut gekuehlt.

1.6.2.1.6. Temperatur in den Gliedmassen niedriger als im Rumpf.

1.6.2.1.7. Bei extrem niedriger Aussentemperatur sinkt die Hauttemperatur auf wenige Grade uber Null ab. Dies ist ein wirksamer Schutz gegen Waermeverluste.

1.6.2.1.8. Schwitzen resp. die Verdunstung des Schweisses an der Koerperoberflaeche ist der wirksamste Weg der Waermeabgabe.

1.6.2.1.9. Anpassung des Pferdes durch Wechsel des Haarkleides im Fruehjahr bzw. im Herbst.

1.6.2.1.10. Wichte Funktion als Sinnesorgan durch Rezeptoren fuer Temperatur, Druck, Spannung und Schmerz.

1.6.2.1.11. Empfindlichkeit einzelner Hautbezirke ist verschieden. Im Bereich der Lippen besonders hoch. Fremdkoeprer werden im Gegensatz zum Rind praktisch nie aufgenommen.

1.6.2.1.12. Feiner, buerstenartiger etwa 1 mm hoher Saum von Tasthaaren an den Lippen ermoeglicht die Unterscheidung zwischen Haferkorn und Kieselstein.

1.6.2.1.13. Reflektorische Zuckungen der Hautmuskeln (z.B. Fliege auf der Haut), von denen man nicht weiss, ob die Reize zum Bewusstsein gelangen.

1.6.2.2. Erkrankungen der Haut

1.6.2.2.1. Verletzungen

1.6.2.2.2. Einschuss

1.6.2.2.3. Ekzem

1.6.2.2.4. Akne und Furunkulose

1.6.2.2.5. Nesselausschlag

1.6.2.2.6. Druckstellen

1.6.2.2.7. Pilzerkrankungen

1.6.2.2.8. Knotige Haarauffaserung

1.6.2.2.9. Warzenkrankheit

1.6.2.3. Der Huf

1.6.2.3.1. Aufbau und Funktion

1.6.2.3.2. Hufform

1.6.2.4. Hufpflege

1.6.2.5. Erkrakungen des Hufes

1.6.3. Skelett- und Muskelsystem

1.6.3.1. Das Skelett

1.6.3.2. Das Gelenk

1.6.3.3. Die Muskulatur

1.6.3.4. Die Sehnen und Baender

1.6.3.5. Erkrankung der Knochen

1.6.3.6. Erkrankung der Gelenke

1.6.3.7. Erkrankung der Muskulatur

1.6.3.8. Erkrankung der Sehnen, Baender, Sehnenscheiden und Schleimbeutel.

1.6.4. Kreislaufsystem

1.6.4.1. Allgemeines

1.6.4.2. Erkrankungen des Kreislaufsystems

1.6.5. Atmungssystem

1.6.5.1. Allgemeines

1.6.5.2. Erkrankungen des Atmungssystems

1.6.6. Anmerkung zum Training eines Pferdes

1.6.7. Verdauungssytem

1.6.7.1. Allgemeines

1.6.7.2. Erkrankungen der Verdauungsorgane

1.6.8. Harn- und Geschlechtsorgane

1.6.8.1. Allgemeines

1.6.8.2. Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane

1.6.9. Nervensystem

1.6.9.1. Aufgaben, vergleichende Betrachtung

1.6.9.2. Erkrankungen des Nervensystems

1.6.10. Sinnesorgan

1.6.10.1. Allgemeines

1.6.10.2. Erkrankungen der Sinnesorgane

1.6.11. Parasitaere Erkrankungen

1.6.11.1. Parasitenbefall und -bekaempfung

1.6.11.2. Endoparasiten

1.6.11.3. Ektoparasiten

1.6.12. Infektionskrankheiten

1.6.12.1. Brustseuche

1.6.12.2. Seuchenhafet Husten

1.6.12.3. Blutfleckenkrankheit

1.6.12.4. Ansteckende Blutarmut

1.6.12.5. Rotz

1.6.12.6. Beschaelseuche

1.6.12.7. Blaeschenausschlage

1.6.12.8. Tollwut

1.6.13. Stereotypien

1.6.13.1. Koppen

1.6.14. Tipps fuer den Pferdekauf

1.7. Ausrüstung

2. Mensch

2.1. Ethik

2.1.1. Verantwortung übernehmen

2.1.2. Leitsungsvermügen und Bereitschaft respektieren

2.1.3. Verantwortung bis zum Lebensende übernehmen

2.1.4. Haltung muss den natürlichen Bedürfnissen entsprechen

2.1.5. Psychische und physische Gesundgheit

2.1.6. Kultur im Umgang bewahren und vermitteln

2.1.7. Achtung des Pferdes

2.1.8. Persoönlichkeitsprägung bei jungen Menschen beachten

2.1.9. Ausbildung zur Erreichung der Harmonie

2.2. Rechtliches Umfeld

2.2.1. Vertragsverhältnis zum Kunden.

2.2.2. Vertragsverhältnis zum Tierarzt.

2.2.3. Vertragsverhältnis zum Hufschmied.

2.2.4. Kauf und Verkauf von Pferden.

2.2.5. Haftung gegenüber Dritten.

2.2.6. Strafrechtliche Veranwortlichkeit.

2.2.7. Versicherung.

2.3. Verhalten

2.3.1. Arttypisches Verhalten verstehen

2.3.2. Haltung muss entsprechend sein

2.3.3. Pferd sollte sich au in bedrohlichen Situationen sicher fühlen und Vertrauen haben

2.3.4. Vertrauen ist die Basis des verhaltensgereten Umgang

2.3.5. Hilfengebung in Verknüpfung mit Belohnung wird am besten verstanden

2.4. Ausrüstung

2.4.1. Fahren

2.4.2. Voltige

2.4.3. Reiten

2.4.3.1. Stilrichtung

2.4.3.1.1. Gangpferde

2.4.3.1.2. Western

2.4.3.1.3. Dressur

2.4.3.1.4. Springen

2.4.3.1.5. Rennsport

2.5. Ausbildung

2.5.1. Brevet

2.5.1.1. Bronzetest

2.5.1.2. Silbertest

2.5.1.3. Goldtest

2.5.1.4. Diamanttest

2.5.2. Sportlehre

2.5.2.1. Pädagogische Grundgedanken

2.6. Unfallverhuetung